Gewinneinbruch bei Infineon
Der schwache Handymarkt und der Preisverfall bei Speicherchips haben Infineon einen Gewinneinbruch beschert.
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 [bis 30. September] ist das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 253 auf zehn Millionen Euro gesunken. Der Nettogewinn stieg um 24 auf 303 Millionen Euro. Die Zahlen lagen aber über den Erwartungen der Analysten.
"Die aktuelle Marktsituation in der Halbleiterindustrie bleibt weiter uneinheitlich und schwer vorhersehbar", teilte Infineon heute mit. Daher senkt der Konzern die geplanten Investitionen im laufenden Geschäftsjahr von 2,8 auf 2,3 Milliarden Euro.
Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um acht Prozent auf 1,65 Milliarden Euro. In den ersten sechs Monaten stiegen die Erlöse um ebenfalls acht Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.
Halbleiterhersteller erwarten StagnationSparten-Ausblicke
Beim Ausblick auf das Gesamtjahr gab sich Infineon vorsichtig. Bei drahtgebundener Kommunikation, bei Chipkarten und in der Autoelektronik rechnet der Konzern mit einem zweistelligen Umsatzplus und einer deutlichen Ergebnisverbesserung.
Beim Handygeschäft gebe es allerdings noch keine Anzeichen einer baldigen Markterholung. Im dritten Quartal sei daher hier ein Umsatzrückgang möglich.
Auf dem schwierigen DRAM-Markt erwartet Infineon in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres höhere Preise, da die weltweite Produktion von Speicherchips voraussichtlich nicht mehr zunehmen werde.
