Komponieren mit dem Handheld
Anstatt einen kleinen Handheld-Computer mit Terminen und Adressen zu füttern, nutzt der amerikanische Jazz-Pianist und Komponist Mark Polishook seinen Palm zum Komponieren von Musik.
Ab Herbst dieses Jahres wird er mit Studierenden der Central Washington University in Ellensburg untersuchen, wie Vernetzung und Mobilität das Komponieren beeinflussen.
"Komponisten sind Einzelgänger"
"Komponisten sind traditionell Einzelgänger", so der Professor
für Kompositionslehre und Theore. "Sie schließen sich in ihrer
Dachkammer ein und schreiben ein neues Stück." Mit einem Handheld
könnten die Musikstudenten aber jederzeit, an jedem Ort und im
Austausch mit anderen ihre Werke schaffen.
MP3-Player mit DiktatfunktionenStücke über IR austauschen
Für sein Projekt mit dem anspruchsvollen Titel "Handheld-Kompositionen: der Einsatz von PDAs für ein neues Konzept künstlerischer Praxis" hat Polishook Fördermittel von 10.000 USD [11.611 Euro] bekommen.
Mit dem passenden Zubehör könnte Studenten ihre Kreationen sofort anhören und weiter verändern. Oder mit der Arbeit von Kollegen kombinieren: Dazu könnten die Daten der Kompositionen über Infrarot von einem auf den anderen Palm geschickt und miteinander verbunden werden.
Polishook will mit seinem Projekt herausfinden, wie eine solche Zusammenarbeit einen künstlerischen Prozess beeinflusst, der bislang in stiller Abgeschiedenheit stattfand.
Entwicklung wie bei Linux und Open-Source
Der Professor stellt sich eine ähnliche Entwicklung vor wie bei
Linux und der Bewegung für Open-Source-Software. Über den
Internet-Austausch von Programmierern in aller Welt seien Ergebnisse
entstanden, die einer allein nie hätte leisten können.
Handhelds werden billiger
