04.05.2001

MINI-RECHNER

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Handhelds werden billiger

Nachdem die PC- und Chip-Industrie erstmals seit Jahren von sinkender Nachfrage betroffen war, wirkt sich die aktuelle Krise auch auf Handheld-Hersteller aus.

Sowohl Marktführer Palm als auch Branchenzweiter Handspring haben sinkende Verkäufe im April gemeldet. Das Investmenthaus Lehman Brothers hat beide Unternehmen herabgestuft. Beide Werte haben gestern an der Börse signifikant an Wert verloren.

Rüffel Nummer zwei erhält Palm. Der Spin-off des 3Com-Konzerns hat mitgeteilt, im laufenden Quartal Geräte im Wert von 200 Millionen USD auf Lager anzuhäufen. Dazu kommen noch die 100 Mio. USD an Geräten, die noch vom vorigen Quartal übrig blieben.

Im April hat Palm die Preise seiner älteren Produkte stark gesenkt.

Billiggeräte sind zu wenig billig

"Derzeit sind beispielsweise Handhelds mit acht Megabyte Speicher nur 30 bis 40 USD teurer als die kleinen Geräte mit zwei Megabyte", meint Analyst To. "Die Konsumenten sind nicht dumm und rühren das nur leicht billigere Produkt nicht an."

Geräte um 100 USD

Er erwartet weitere Preiskürzungen in der kommenden Woche. Low-End-Geräte könnten dann 100 USD, umgerechnet weniger als 1.500 ATS, kosten. Immerhin, merkt To an, machten diese Produkte 60 Prozent der Verkäufe von Handspring und Palm aus.

Wie Palm kürzlich mitteilte, sind die Umsätze von Jänner zu April um rund 20 Prozent gefallen.

Auch das Handspring-Management sieht eine "Aufweichung" der Nachfrage nach Handheld-Produkten.