Handy-Krise erfasst Österreich
Die Aktien der AT&S Austria Technologie und Systemtechnik AG sind am Dienstag deutlich schwächer in den Handel gestartet, nachdem das Unternehmen am Morgen mitgeteilt hatte, die Wachstumserwartungen für 2001/2002 nicht erreichen zu können.
Gegen 19.00 Uhr notierte das Papier bei 11.95 Euro - mehr als 16 Prozent unter dem Schlusskurs vom Montag. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Minus von 28 Prozent erreicht.
30 Prozent Wachstum wird nicht erreicht werden
AT&S wird nach eigenen Angaben die bisherigen
Wachstumserwartungen von rund 30 Prozent und eine EBIT-Marge von 10
Prozent "aus heutiger Sicht" im Wirtschaftsjahr 2001/2002 nicht
erreichen.
AT&S fällt weiter in den KellerUnsicherheit auf Kundenmärkten
Angesichts der neuesten Gewinnwarnungen und erhöhten Unsicherheit auf ihren Kundenmärkten will der steirische Leiterplattenproduzent von exakten Wachstums- und Gewinnprognosen für das heurige Wirtschaftsjahr absehen.
Aufgrund der starken Partnerschaften mit seinen Hauptkunden Nokia und Siemens ist AT&S überzeugt, die relative Marktposition weiter ausbauen zu können.
Klarheit in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres
Die Entwicklung der Hauptkunden wird das heurige Wachstum der
AT&S und die damit verbundenen Gewinnerwartungen stark beeinflussen.
Somit werde es erst in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres
[Oktober 2001 bis März 2002] mehr Klarheit geben, so AT&S.
Schwarzer Tag für Europas HandyfirmenZoidl schließt Aktienverkauf aus
Das Frankfurter Analysehaus Independent Research [IR] hat seine Gewinnschätzung für den steirischen Leiterplattenhersteller AT&S von 0,90 Euro auf 0,50 Euro je Aktie gesenkt.
AT&S-Miteigentümer Helmut Zoidl hat den Verkauf seines 19-prozentigen Anteils am steirischen Leiterplattenherstellers "derzeit" und "bei diesem [Aktien]Preis" ausgeschlossen.
Damit scheint trotz eines historisch niedrigen Kurses eine feindliche Übernahme zunächst ausgeschlossen.
