19.06.2001

LEITERPLATTEN

Bildquelle: FuZo

Handy-Krise erfasst Österreich

Die Aktien der AT&S Austria Technologie und Systemtechnik AG sind am Dienstag deutlich schwächer in den Handel gestartet, nachdem das Unternehmen am Morgen mitgeteilt hatte, die Wachstumserwartungen für 2001/2002 nicht erreichen zu können.

Gegen 19.00 Uhr notierte das Papier bei 11.95 Euro - mehr als 16 Prozent unter dem Schlusskurs vom Montag. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Minus von 28 Prozent erreicht.

Unsicherheit auf Kundenmärkten

Angesichts der neuesten Gewinnwarnungen und erhöhten Unsicherheit auf ihren Kundenmärkten will der steirische Leiterplattenproduzent von exakten Wachstums- und Gewinnprognosen für das heurige Wirtschaftsjahr absehen.

Aufgrund der starken Partnerschaften mit seinen Hauptkunden Nokia und Siemens ist AT&S überzeugt, die relative Marktposition weiter ausbauen zu können.

Zoidl schließt Aktienverkauf aus

Das Frankfurter Analysehaus Independent Research [IR] hat seine Gewinnschätzung für den steirischen Leiterplattenhersteller AT&S von 0,90 Euro auf 0,50 Euro je Aktie gesenkt.

AT&S-Miteigentümer Helmut Zoidl hat den Verkauf seines 19-prozentigen Anteils am steirischen Leiterplattenherstellers "derzeit" und "bei diesem [Aktien]Preis" ausgeschlossen.

Damit scheint trotz eines historisch niedrigen Kurses eine feindliche Übernahme zunächst ausgeschlossen.