AT&S fällt weiter in den Keller
Um "Lichtjahre unterbewertet" sieht Hannes Androsch, Hauptaktionär des steirischen Leiterplattenherstellers AT&S, die Aktie nach dem gestrigen Kurssturz um fast ein Drittel.
Nachdem das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt hatte, für 2001/02 nur 0,90 Euro Gewinn pro Aktie zu erwarten [nach 1,30 2000/01] war die am Neuen Markt in Frankfurt notierte Aktie in den Keller gestürzt. Bis Freitagnachmittag schwächte sich der Kurs weiter um rund 5 Prozent auf 16,20 Euro ab
52 Wochen Tief
Der Markt hatte die gestrigen Ergebnisprognosen berichtet als
Gewinnwarnung bewertet, die Aktie fiel bis zum Abend
auf ein 52-Wochen-Tief."Gewinnwanung unangemessen"
Androsch selbst wollte nicht von "Gewinnwarnung" sprechen, betrachtet die Börsereaktion als "unangemessen". Er wirft den Analysten vor, im Markt zu hohe Erwartungen aufgebaut zu haben.
Der Marktwert der AT&S reduzierte sich an einem einzigen Tag von mehr als 9 auf sechseinhalb Milliarden Schilling. Hannes Androsch war zuletzt - vor seinen heutigen Zukäufen - an AT&S zu 21,3 Prozent beteiligt. Der Unternehmer hat allein gestern "am Papier" fast 600 Mill. S verloren.
