11.06.2001

LILIPUT

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Chips mit 1 Milliarde Transistoren

Der Prozessorenhersteller Intel hat bekanntgegeben, die weltweit schnellste Chiptechnologie entwickelt zu haben.

Konkret soll es gelungen sein, die Grösse von Transistoren um den Faktor 25 zu verkleinern. Transistoren stellen die kleinste Schalteinheit eines Mikrochips dar.

Gleichzeitig sollen die Transistoren 1000 Mal schneller schalten können als bisher. Wie der Direktor der Entwicklungsabteilung von Intel, Gerald Marcyk, betont, werden derartige Chips nicht vor 2007 gebaut werden.

20 Nanometer pro Transistor

Die superschnellen Transistoren wurden am Wochenende während eines Nanotechnologie-Workshops in Kyoto, Japan, vorgestellt. Ein Transistor misst etwa 20 Nanometer, 500 Mal weniger als ein menschliches Haar. Die Einzelkomponenten der Transistoren sind bis zu 3 Atome klein.

Der erste voll transistorgesteuerte Computer wurde von IBM im Jahr 1954 gebaut. Der Rechner hatte 2.000 Transistoren. Zum Vergleich: ein aktueller Pentium 4 Prozessor inkorporiert nicht weniger als 42 Millionen Transistoren. Mit der neuen Intel-Technologie sollen bis zu einer Milliarde Transistoren in einem Prozessor Platz haben.

Moore's Law behält Gültigkeit

1965 schließlich sagte Intel-Mitgründer Gordon Moore voraus, die Zahl der Transistoren auf einem Stück Silizium würde sich ungefähr alle 18 Monate verdoppeln. Die als "Moore's Law" bekannt gewordene Regel hat sich als erstaunlich genau erwiesen.

Mit der nun vorgestellten Technologie dürfte Moore's Law noch ein weiteres Jahrzehnt Gültigkeit haben.

Ein zusätzlicher Benefit der superschmalen Transistoren ist der verringerte Stromverbrauch. Die Prozessoren können mit weniger als einem Volt Spannung betrieben werden.