"Kein Durchbruch für Linux"
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht die Einrichtung eines neuen Hochleistungsrechners mit dem Betriebssystem Linux bekannt gegeben wird.
Laut AP kommt das "Betriebssystem mit dem Pinguin" abseits der Erfolgsmeldungen aus Forschung oder Wirtschaft jedoch nicht so recht voran.
"Für die meisten Menschen reicht Windows völlig"
Auf dem PC daheim würde demzufolge zu 90 Prozent eine der
Windows-Versionen von Microsoft laufen. Linux-Experte Bart Decram
rechnet damit, dass es "wohl noch ein paar Jahre dauern wird, bis
Linux mit Windows gleichgezogen hat. Für die meisten Menschen reicht
Windows völlig", so Decram.
Linux-Web-Tablet mit Crusoe-CPUSuSE und Red Hat optimistisch
Etablierte Linux-Firmen wie der deutsche Marktführer SuSE oder Red Hat aus den USA sind aber für die Zukunft optimistisch.
Der Technische Vorstand von SuSE, Dirk Hohndel, verweist auf eine von seiner Firma in Auftrag gegebenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid, wonach 23 Prozent derjenigen Computernutzer, die ihren PC aufrüsten oder sich einen neuen anschaffen wollen, sich Linux als ihr neues Betriebssystem vorstellen können.
Fujitsu, Hitachi, NEC & IBM lieben Linux
Die drei großen japanischen Elektronikkonzerne Fujitsu, NEC und
Hitachi wollen zusammen mit dem US-Konkurrenten IBM ein
"Netzwerkprogramm für Unternehmen" auf Basis des kostenlosen
Betriebssystems Linux entwickeln.
Entwickeln gemeinsam Tool um 290 Mio. EuroEine Killer-App namens "MS-Office"
Die Hoffnung einiger Linux-Firmen, dass Linux jetzt schnell den Massenmarkt erobert, hat sich nach Ansicht von AP mittlerweile "zerschlagen".
Ein Grund dafür seien nach SuSE-Vorstand Hohndel die Applikationen. Laut AP fehlen Linux "einige ganz wichtige Programme", die unter Windows zur Verfügung stehen und auf die viele mögliche Umsteiger "nicht verzichten möchten".
In erster Linie sei das Microsoft Office, sagt Hohndel.
Nutzen entscheidet, nicht Betriebssystem
"Wenn wir sehen, was die Menschen zum Kauf eines Betriebssystems
veranlasst, dann ist es nicht das Betriebssystem selbst", so
IDC-Analyst Dan Kusnetzky. "Fast immer entscheiden sie sich danach,
wofür sie die Programme, die sie benutzen wollen, verwenden können."
"Linux ist unsicher und zu teuer"
