Mehr Rechte für den Markenschutz
Die Debatte um Adressen im weltweiten Datennetz wird erneut im Mittelpunkt stehen, wenn das internationale Internet-Kontrollorgan ICANN am Freitag zu seiner vierteljährlichen Konferenz in Stockholm zusammenkommt.
Nach der Genehmigung sieben neuer Internet-Adressendungen im vergangenen November drängen Beobachtern zufolge zahlreiche Firmen ICANN, weitere solche Top-Level-Domains [TLD] zuzulassen.
ICANN lehnt 40 Endungen ab
ICANN hatte im November die neuen TLDs ".name", ".biz", ".info",
".museum", ".pro", ".coop" und ".aero" genehmigt. Allerdings hatte
ICANN 40 weitere Namen abgelehnt und damit Kritik unter Firmen
ausgelöst, die diese TLDs kommerziell vermarkten wollten.
Neue Domain-Endungen verspäten sichMehr Rechte für Markeninhaber
In Zusammenarbeit mit dem Betreiberkonsortium Afilias will ICANN eine Methode der Domain-Anmeldung anbieten, die Domain-Grabbing und Cybersquatting unmöglich machen soll.
Binnen 30 Tagen können damit weltweit alle Markeninhaber ihre Ansprüche auf Domains der Endung ".info" geltend machen.
Wer ist die ICANN?
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers [ICANN]
wurde 1998 von der US-Regierung eingesetzt. Dem Gremium wird von
Kritikern vorgeworfen, die Interessen von Unternehmen außerhalb der
USA und von nicht kommerziellen Gruppen nicht ausreichend zu
vertreten.
Domain-Autorität ICANN unter Beschuss".name" im Mittelpunkt des Interesses
Im Mittelpunkt des Interesses steht Beobachtern zufolge derzeit die TLD ".name", die als einzige von einem Registrar außerhalb der USA verwaltet werden soll.
Es wird erwartet, dass die in London ansässige Start-up-Firma Global Name Registry mit der Vergabe von Internet-Adressen an Einzelpersonen Millionen Dollar verdienen wird.
