08.02.2001

NEUE DOMAINS

Bildquelle:

Domain-Autorität ICANN unter Beschuss

Rund um die Entscheidung der ICANN [Internet Corporation for Assigned Names and Numbers] für neue Top-Level-Domains [TLD] hat sich eine Kontroverse entsponnen, die heute einen neuen Höhepunkt erreicht.

Bei einem Hearing vor dem US-Kongress soll die ICANN die Hintergründe und Kriterien für ihre Entscheidung darlegen.

Dabei geht es um die Domain-Endungen .info [für allgemeinen Gebrauch], .biz [Unternehmen], .name [Einzelpersonen], .pro [für Professionals wie Anwälte oder Ärzte], .museum [Museen], .coop [Kooperativen] und .aero [Luftfahrt].

"Behinderung des freien Wettbewerbs"

Als Hauptkritikpunkt an der Entscheidung des ICANN wird ins Treffen geführt, die Beschränkung auf nur sieben bzw. diese sieben neuen TLDs sei eine Behinderung des freien Wettbewerbs.

Bürgerrechtsbewegungen wie die American Civil Liberties Union führen darüber hinaus ins Treffen, die Beschränkung würde das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet beschneiden.

ICANN-CEO Michael Roberts bleibt angesichts dieser Vorwürfe gelassen: "Grundsätzlich ist es natürlich völlig legitim, dass die Frage nach den Entscheidungskriterien gestellt wird. Wir haben uns bei der Entscheidung für die neuen Top-Level-Domains viel Zeit gelassen - Tausende Stunden professioneller Beurteilung haben letztlich zu diesem Ergebnis geführt."