Vodafone stoppt weltweite Einkaufstour
Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone will seine vor zwei Jahren begonnene weltweite Einkaufstour vorerst stoppen und in diesem Jahr nicht weiter in neue Länder expandieren.
Laut Firmenchef Chris Gent werde sich das Unternehmen auf höhere Gewinnmargen und den Ausbau der mobilen Internet-Dienste konzentrieren.
EBITDA um 28 Prozent gesteigert
Der Konzern teilte weiter mit, im abgelaufenen Geschäftsjahr das
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen
[EBITDA] um 28 Prozent auf 7,04 Millarden Pfund [11,67 Mrd. Euro]
gesteigert zu haben.
Vodafone füllt seine KriegskasseBritish Telecom behält Cegetel-Beteiligung
Mit der Entscheidung gegen die weitere Expansion verzichtet Vodafone auf zwei mögliche Geschäfte.
Marktteilnehmer waren davon ausgegangen, dass der Konzern der British Telecom deren 26-Prozent-Beteiligung an der französischen Cegetel abkaufen würde.
Die zweite Möglichkeit war der Erwerb des zweitgrößten Mobilfunkbetreibers in Singapur, MobileOne [M1].
"Beteiligungen in Japan oder China nicht ausgeschlossen"
Gent schloss jedoch nicht aus, Vodafone-Beteiligungen in Japan
oder China weiter aufzustocken. "In Asien sollten wir uns auf Japan
und China konzentrieren", sagte Gent. Das sei sinnvoller, als in
verschiedene kleinere Länder zu gehen.
Vodafone stockt Japan-Telecom-Anteil aufZweiter Anlauf für GPRS-Handys
Im laufenden Geschäftsjahr will Vodafone seinen Fokus voll auf mobile Internet-Dienste richten.
Im September oder Oktober sollen den Angaben nach die als Vorläufer der dritten Mobilfunkgeneration geltenden GPRS [General Packet Radio Service]-Handys auf den Markt kommen.
Im Frühjahr werde die Prepaid-Version folgen. Vodafone hatte im März die Einführung der GPRS-Handys wegen Geräteknappheit verschoben.
Über 16 Milliarden Euro für 3G
Vodafone will innerhalb der nächsten fünf Jahre rund zehn
Milliarden Pfund [16,5 Mrd. Euro] in die Netzwerktechnik für die
dritte Mobilfunkgeneration [3G] investieren. Die Gesamtinvestitionen
in diesem Jahr belaufen sich auf fünf Milliarden Pfund [acht Mrd.
Euro], ein Drittel davon wird für 3G-Services ausgegeben.
Nippon setzt auf 3G-Technologien
