Nippon setzt auf 3G-Technologien
Japanische Mobiltelefonunternehmen arbeiten mit Nachdruck an der Realisierung der künftigen 3G-Netze. Auch wenn NTT DoCoMo auf Grund von Software-Problemen den bereits angekündigten Start seines UMTS-Mobilfunknetzes unvorhergesehen um einige Monate verschieben musste.
Insgesamt drei Unternehmen verfügen in Japan über UMTS-Lizenzen: NTT DoCoMo, J-Phone und KDDIs Au-Gruppe. Doch schon jetzt zeichnet sich in Japan ab, dass im Zuge der Einführung der 3G-Netze die Gebühren für Datenpakete erheblich sinken dürften.
Während die Übertragung von 128 Bytes nach dem i-Mode-Standard derzeit rund 2,5 Groschen kostet, soll dieser Betrag auf voraussichtlich 0,25 bis 0,50 Groschen sinken.
UMTS-Start in Japan wieder verschoben3G-Netze bringen neue Features
NTT DoCoMo arbeitet derzeit an der Realisierung von drei neuen Mobiltelefontypen: einem Video-Mobiltelefon, einem Browser-Handy und einer Gerätvariante, die auf den simplen Transfer von Daten ausgelegt ist.
Beim Browser-Typ wird es sich um eine Weiterentwicklung entsprechender i-Mode-Geräte handeln. Das "Datentelefon" ist vor allem für den Einsatz mit Notebooks und PDAs gedacht.
Dazu kommen neue Features wie die Möglichkeit, parallel zur Datenübertragung auch noch ungestört telefonieren zu können.
Implementation des MPEG-4-Standards vorgesehen
Um Video- und Browser-Services optimal realisieren zu können, wird der kürzlich etablierte MPEG-4-Standard in die Endgeräte implementiert.
Damit sollte beispielsweise der flinke Austausch von Video-Mails Realität werden. Weiters soll eine integrierte Bluetooth-Unterstützung die probremlose Realisierung von drahtlosen Verbindungen mit Notebooks und PDAs gewährleisten.
Aber auch die einfache Übertragung von Fotos aus der Digitalkamera ins Mobilfunknetz soll damit zum Kinderspiel werden.
