23.05.2001

Q1 2001

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Analystenlob für Telekom Austria

Die Telekom-Austria-Gruppe hat im 1. Quartal 2001 im Vergleich zum 1. Quartal 2000 einen Zuwachs beim Umsatz und Betriebsergebnis vor Abschreibungen [EBITDA] verbuchen können, teilte das Unternehmen heute in einer Pflichtmeldung mit [TA-Gruppe inklusive Telekom Austria, Mobilkom Austria, Datakom und Jet2Web Internet].

Im Festnetz- und Internet-Bereich [gesamter TA-Konzern] wurde jedoch ein Umsatz- und EBITDA-Rückgang verzeichnet.

Die Anzahl der TA-Internet-Kunden in Österreich erhöhte sich gleichzeitig im Vergleich zum 1. Quartal 2000 um 135 Prozent auf 353.500, jene der tschechischen Internet-Tochter Czech Online verdoppelten sich annähernd auf 393.600.

Die Zugangskanäle im Festnetzgeschäft haben sich im 1. Quartal 2001 minimal um 0,3 Prozent auf 3,8 Millionen reduziert.

Klare Darstellung

Der Umsatz der TA-Gruppe erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 967,4 Millionen Euro [13,31 Mrd. ATS]. Das EBITDA der Gruppe stieg um 7,4 Prozent auf 377 Millionen Euro [5,19 Mrd. ATS] und damit über die Analystenerwartungen. Die Prognose der Analysten von Merrill Lynch, UBS Warburg, RZB und CA IB lag einheitlich bei 302 Millionen Euro.

Zur "klareren Darstellung der operativen Performance" berichte die Telekom Austria in Zukunft das EBITDA exklusive der Aufwendungen für die Personalrestrukturierung, die im 1. Quartal 2001 6,3 Millionen Euro [2000: 8,9 Mio. Euro] betrug.

Die TA will mit Hilfe eines Sozialplans bis 2005 rund 5.000 der insgesamt 15.000 TA-Mitarbeiter abbauen.

Cash-Cow Mobilkom

Die Mobilkom Austria steigerte im 1. Quartal 2001 den Umsatz um 21,5 Prozent auf 411,9 Millionen Euro [5,67 Mrd. ATS], das Betriebsergebnis vor Abschreibungen [EBITDA] erhöhte sich um 42,1 Prozent auf 159,0 Millionen Euro.

Vor allem die erfolgreiche Entwicklung der kroatischen Mobilfunktochter VIPnet hat laut TA positiv zum Anstieg der EBITDA-Marge auf 38,6 Prozent im 1. Quartal 2001 im Vergleich zu 29,2 Prozent im Gesamtjahr 2000 beigetragen.

Analysten zufrieden

Die TA-Quartalsergebnisse werden von den Analysten durchwegs positiv beurteilt. Die Aktie der Telekom Austria [TA] stieg im Vormittagshandel bei hohem Volumen um 3,79 Prozent auf 6,58 Euro.

"Die Zahlen sind gut und liegen über den Erwartungen. Das sind erste Anzeichen dafür, dass die Umstrukturierungen zu greifen beginnen", betonte CA-IB-Analyst Peter Breyer. Die TA sei drauf und dran, die Ziele für 2001 zu erreichen.

"Die Zahlen schauen auf den ersten Blick sehr gut aus, das Kostensenkungsprogramm dürfte sich positiv auswirken", sagte Erste-Bank-Analyst Konrad Sveceny. Ob der Turn-around 2002 oder 2003 möglich werde, würde allerdings erst aus den endgültigen detaillierten Quartalszahlen hervorgehen, die kommenden Mittwoch veröffentlicht werden sollen.

Lob von der RZB

Die TA-Quartalszahlen seien eigentlich "sehr gut", das Unternehmen liege "im Plan", meinte RZB-Analystin Margit Moritz. Wenn sich der Markt konform entwickle, müsste sich das für 2001 geplante EBITDA-Ziel "auf jeden Fall ausgehen". Allerdings seien die Rückstellungen - wie bereits im Vorjahr - unterproportional berücksichtigt, einige Belastungen würden daher noch kommen. Im Mobilfunkbereich lägen die Zahlen über den Erwartungen, auch im Festnetzbereich seien die Margen relativ gut.