19.05.2001

GO EAST

Bildquelle: at&s

Baubeginn für AT&S-Werk in China

Der am Frankfurter Neuen Markt notierte österreichische Leiterplattenhersteller AT&S will bis zu 6 Mrd. ATS [436 Mio. Euro] in China investieren, wenn die Nachfrage dies zulässt.

Das sagte AT&S-Vorstandsvorsitzender Willi Dörflinger am Samstag anlässlich der Grundsteinlegung für ein neues AT&S-Werk in Shanghai.

Schwarze Zahlen ab 2004

In dem neuen Werk sollen ab Mitte 2002 moderne HDI-Microvia-Platten für die Handy-Industrie produziert werden. Die Technologie erlaubt eine hohe Dichte von Verbindungspunkten auf den Leiterplatten und damit die Herstellung besonders kleiner Mobiltelefone.

Ist 2004 der Vollausbau des Werks erreicht, werden in der Fabrik 750 Menschen Arbeit finden. Den Planungen entsprechend sollen zu diesem Zeitpunkt bereits schwarze Zahlen geschrieben werden.

Der projektierte Umsatz von knapp 2 Mrd. ATS soll etwa ein Fünftel des Planumsatzes in diesem Jahr ausmachen.

Von der Krise erfasst

Dass der Abschwung im Telekom-Bereich an AT&S nicht spurlos vorübergeht, hat diese Woche die Meldung gezeigt, wonach im deutschen Werk in Augsburg kurzgearbeitet werden muss.

Auftragsrückgänge bei Handy-Großkunden wie Siemens seien aber bereits in den für heuer nach unten korrigierten Prognosen enthalten, sagte Sommerer.

Die Anfang April bekannt gegebenen Prognosen für 2001/2002 werden aus derzeitiger Sicht jedenfalls halten, unterstrich Sommerer.