16.05.2001

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Buddeln für billige Netzanbindung

Aller Skepis der IT-Branche gegenüber dem möglichen Nutzen einer Entbündelung zum Trotz wagt sich ein unerschrockenes Firmentrio in großen Teilen von Wien an die Übernahme der "letzten Meile" zum Endkunden, die bisher allein die Telekom Austria betrieben wurde.

Die für "organisch gewachsene", kleine Unternehmen wie At.Net, Silverserver und Inode prohibitiv hohen Kosten für Räumlichkeiten in den Wählämtern der Telekom [um die 1,5 Millionen ATS pro Amt] vermeidet man, ähnlich wie das Internet-Protokoll Hindernisse, ganz einfach mit einem kleinen Umweg.

Wählämter mit Gewerbebetrieben

"Telefonie finden wir nicht so cool", sagte Oskar Obereder, Geschäftsführer des Silverserver, vielmehr sei es das Ziel, "hochbitratige Dienste inklusive der letzten Meile und vollständigen technischen Supports anzubieten".

Die Telekom werde nur noch für etwaige Kabelbrüche und andere mechanische Defekte auf der letzten Meile zum Kunden zuständig sein.

Natürlich konzentriere man sich, so Obereder weiter, auf die Wählämter mit den meisten Gewerbetrieben, nämlich auf die Wiener Bezirke vor allem innerhalb des Gürtels.

Vorreiter Inode

Ermöglicht hatte diese Entbündelung eine Klage des Providers Inode bereits im Jänner 2000 gegen die Telekom Austria.