15.05.2001

ENTBÜNDELUNG

Bildquelle: PhotoDisc/TA

Wurstsemmeln für die "letzte Meile"

"Entbündelung muss so einfach werden, wie eine Wurstsemmel zu kaufen" - das wünschten sich die Internet-Provider, so Kurt Einzinger von der ISPA.

Da der Zugang zur letzten Meile Kupferkabel bis in die jüngste Vergangenheit alles andere als einfach, dafür aber teuer von der Telekom zu erhalten war, hatte die ISPA in Brüssel bei der EU eine Beschwerde eingelegt.

Wer entbündelt ...

Bis dahin ist es freilich noch ein weiter Weg.

"Weniger als zwanzig" Unternehmen sind es, so die offizielle Auskunft des Regulators, die kolportierte Summen von ATS 1,5 Millionen für die Bereitstellung von Räumlichkeiten in den Wählämtern der Telekom aufbringen.

Während die eifrigsten Entbündler UTA, European Telecom und CyberTron in den Ballungsräumen über einige Standorte verfügen, macht ein Großteil der IT-Branche schlicht nicht mit.

"Minimal Assets" und IT-Bettelorden

Diese durchaus mit den Gepflogenheiten eines mittelalterlicher Bettelordens zu vergleichende Strategie der "Minimal Assets" orientiere sich allerdings schlicht am Markt.

Bei stetig fallenden Preisen mit hohen Investitionen auf diesen Markt zu gehen, hält Vesely für nicht ganz überlegt.

Zwei Megabit/s sind zu wenig

"Viel zu umständlich und zu teuer", sagt Georg Hitsch, CTO von eWave, "für gerade zwei Megabit/s pro Leitung, die über Kupferkabel maximal möglich sind."

Bei dieser Benchmark fängt, nach Ansicht Hitschs, das eigentliche Netzwerken erst an. Folgerichtig konzentriere sich eWave auf Funk-Standleitungen mit Kapazitäten von elf oder 45 Megabit/s, was nicht nur vom Equipment her entscheidend günstiger zu machen sei.

Warum sich drei unerschrockene Wiener IT-Unternehmen dennoch an die Entbündelung wagen, erfahren sie im fünften und letzten Teil der Serie.