14.05.2001

"LAST MILE"

Bildquelle: PhotoDisc / ORF ON

Die Telekom wehrt sich gegen Kritik

Für die Telekom Austria [TA] ist die in den ersten beiden Teilen der FuZo-Serie geäußerte Kritik alternativer Anbieter an Praxis und Preisen der Entbündelung unverständlich.

Wie bei der "Interconnection Fee" - der Gebühr für die Durchleitung von Telefonaten aus anderen Netzen - habe "die Strategie des späten Nachvollzugs", dazu geführt, dass die Tarife für entbündelte Leitungen in Österreich zu den günstigsten innerhalb der EU gehörten, sagte Alois Schrems von der TA zur FutureZone.

"Mangelnde Erfahrung der Alternativen"

Wenn sich die Nachfrage auch in Grenzen halte, so seien derzeit schon mehr als 1.000 Leitungen an alternative Netzbetreiber übergeben worden, so Schrems.

Damit liege Österreich nicht nur im europäischen Mittelfeld, sondern gehöre zu den sechs Ländern in der EU, in denen die Entbündelung auch tatsächlich stattfinde.

Was die zugegebenermaßen langsame Umsetzung angehe, so liege die auch daran, dass viele der interessierten Netzbetreiber "leider noch im Aufbau begriffen und deshalb zu wenig erfahren" seien.

Neue Verträge in Arbeit

Mitte März hat die Telekom-Control-Kommission neuerlich in Sachen Entbündelung entschieden.

Derzeit werden auf Grund dieser Anordnungen neue Verträge durch die Telekom Austria ausgearbeitet, die bisherigen und künftigen Vertragspartnern ein erweitertes Angebot zur Entbündelung bieten werden.

Das soll vor allem für die Zuteilung der Kollokationsflächen gelten, um bei besetzten Ressourcen Ersatzlösungen anbieten zu können.