Die Telekom wehrt sich gegen Kritik
Für die Telekom Austria [TA] ist die in den ersten beiden Teilen der FuZo-Serie geäußerte Kritik alternativer Anbieter an Praxis und Preisen der Entbündelung unverständlich.
Wie bei der "Interconnection Fee" - der Gebühr für die Durchleitung von Telefonaten aus anderen Netzen - habe "die Strategie des späten Nachvollzugs", dazu geführt, dass die Tarife für entbündelte Leitungen in Österreich zu den günstigsten innerhalb der EU gehörten, sagte Alois Schrems von der TA zur FutureZone.
Die Kosten der "Kollokation"
Daran hatte sich die Kritik allerdings nicht entzündet, sondern
an den nach Ansicht der alternativen Netzbetreiber exorbitanten
Kosten für die "Kollokation" genannte Adaption der Räumlichkeiten in
den Wählämtern. Kostenrechnungen zwischen 1,5 und 1,8 Millionen ATS
pro Wählamt sind für die TA jedenfalls "nicht nachvollziehbar".
Teil II: Der Preis für die Entbündelung"Mangelnde Erfahrung der Alternativen"
Wenn sich die Nachfrage auch in Grenzen halte, so seien derzeit schon mehr als 1.000 Leitungen an alternative Netzbetreiber übergeben worden, so Schrems.
Damit liege Österreich nicht nur im europäischen Mittelfeld, sondern gehöre zu den sechs Ländern in der EU, in denen die Entbündelung auch tatsächlich stattfinde.
Was die zugegebenermaßen langsame Umsetzung angehe, so liege die auch daran, dass viele der interessierten Netzbetreiber "leider noch im Aufbau begriffen und deshalb zu wenig erfahren" seien.
"Zusagen nicht eingehalten"
Es gebe eine Reihe von Beispielen, wo Verzögerungen nachweislich
entstanden sind, weil getroffene Zusagen seitens der Partnerfirmen
beziehungsweise die vereinbarten Abläufe nicht eingehalten wurden.
Teil eins: Die Entbündelung der "letzten Meile"Neue Verträge in Arbeit
Mitte März hat die Telekom-Control-Kommission neuerlich in Sachen Entbündelung entschieden.
Derzeit werden auf Grund dieser Anordnungen neue Verträge durch die Telekom Austria ausgearbeitet, die bisherigen und künftigen Vertragspartnern ein erweitertes Angebot zur Entbündelung bieten werden.
Das soll vor allem für die Zuteilung der Kollokationsflächen gelten, um bei besetzten Ressourcen Ersatzlösungen anbieten zu können.
Wer von den Internet-Providern auf eigene Leitungen setzt
und wer auf Entbündelung an sich pfeift, ist morgen, Dienstag, im
vierten Teil zu erfahren.
Die Telekom-Control-Komission
