11.05.2001

AUFERSTEHUNG

Bildquelle: FuZo

Konrad Zuses Z3 feiert Comeback

60 Jahre nach dem Bau der weltweit ersten frei programmierbaren Rechenmaschine haben Berliner Wissenschaftler einen Nachbau fertig gestellt.

Nachgebaut wurde der Designer-Z3 im Rahmen eines dreijährigen Gemeinschaftsprojekts der Freien und der Technischen Universität Berlin.

"Pentium nicht wesentlich anders"

Mit der historisch korrekten Kopie des Z3 wollte das Team nachvollziehen, wie die Z3 - und damit auch heutige Rechner - funktionieren.

"Ein moderner Computer mit einem üblichen Pentium-Prozessor arbeitet im Prinzip nicht wesentlich anders", erklärt Horst Zuse, Initiator des 76.000 Euro teuren Projekts.

Wie bei der Erfindung seines Vaters Konrad Zuse befindet sich auch in jedem modernen Rechner ein Speicher, eine arithmetische Einheit und ein Steuerwerk.

Verkanntes Genie

Den Rückschlag, den Konrad Zuse durch die Zerstörung seiner Maschine erlitt, konnte der Ingenieur nie ganz wettmachen. Ihm blieb der Ruhm des Computer-Erfinders versagt.

Während die Entwicklung der ersten Computer in den USA mit Hochdruck vorangetrieben wurde, konnte Zuse von Unterstützung durch die Industrie nur träumen.

Zuses Firma wurde in den 60er Jahren von Siemens übernommen und 1971 geschlossen.

Der 1995 verstorbene Konrad Zuse hatte seine Z3 nicht einmal selbst zeigen können, um die Bedeutung seiner Erfindung wenigstens nachträglich zu belegen. Das war ein Grund für den Nachbau durch die Berliner Wissenschaftler.