Rechenmaschine Z3 von Konrad Zuse wird 60
"Ich bin zu faul zum Rechnen."
Dieses Eingeständnis des jungen Ingenieurstudenten Konrad Zuse sollte die Welt verändern.
Seine Vision war, den Ingenieuren seiner Zeit die stupide Arbeit des Rechnens durch eine Maschine abzunehmen.
Im Mai 1941 hat Konrad Zuse seine Rechenmaschine "Z3" vorgestellt.
Rechenmaschine aus 40.000 Einzelteilen
1936 bis 1938 widmete Zuse sich seiner ersten Rechenmaschine, der
Z1. Sie war eine mechanische Konstruktion und bestand aus ca. 40.000
Einzelteilen.
Konrad Zuses Internet-ArchivZ3 eröffnet Zeitalter des Computers
Nach einem Zwischenexperiment mit der Rechenmaschine Z2 baute der Tüftler die Z3 vollständig mit 2.500 Relais aus der Fernmeldetechnik in seiner Berliner Wohnung auf.
Die Z3 war die erste programmierbare Rechenmaschine der Welt, konnte die arithmetischen Grundoperationen in beliebigen Kombinationen ausführen und besaß einen Speicher für 64 Zahlen.
Die Z3 war auch die erste Maschine, die mit Gleitkommazahlen arbeiten konnte. Andere Maschinen jener Zeit konnten nur mit ganzen Zahlen umgehen.
Unbemerkt von der Öffentlichkeit hatte Zuse damit seinen Traum von der automatischen Rechenmaschine erfüllt und das Zeitalter des Computers eröffnet.
"Z4"
Nach der Vorführung der Z3 im Jahr 1941 konnte Zuse einen Auftrag
für eine noch größere Maschine sichern, die Z4, die bis 1945 fast
vollendet wurde.
Konrad Zuse: Multimeda-ShowZ3 findet 1943 im Krieg ihr Ende
Eine von Konrad Zuse selber nachgebaute, funktionsfähige Z3 steht in der Computerabteilung im deutschen Museum in München.
Die originalen Z1 und Z3 wurden 1943 im Krieg zerstört.
Einige Jahre später [1945] entwickelte der Computer-Vater die heute fast vergessene Programmiersprache "Plankalkül".
