27.04.2001

UMTS & CO

Bildquelle: Nokia

Mobiles Internet gefragt, aber zu teuer

Eine Studie der KPMG Consulting und der österreichischen INFONOVA unter Führungskräften zum Thema M-Business ergab ein deutliches"Ja, aber ..."

Die Unternehmen sehen zwar großes Potenzial, aber auch Hemmfaktoren wie das geringe Angebotsspektrum, Sicherheitsfragen und vor allem die Preissituation.

Mehr als die Hälfte [55 Prozent] räumen der Kundeninformation die größten Chancen ein, 49 Prozent sehen Potenzial bei der Bezahlung, 42 Prozent im Logistikbereich.

93 Prozent sehen SMS, nicht WAP

Von UMTS erwarten sich 42 Prozent vor allem neue Absatzwege und eine Steigerung ihrer Umsätze.

Der am häufigsten benutzte mobile Kommunikationsdienst ist für 93 Prozent der Führungskräfte im deutschsprachigen Raum allerdings SMS und nicht WAP.

Erst 17 Prozent der Unternehmen, so die Studie, würden eine eigene M-Business-Strategie entwickeln.

Acht Milliarden Euro pro Lizenz

In Deutschland, wo sechs Betreibergruppen jeweils rund acht Milliarden Euro pro UMTS-Lizenz bezahlt haben, mehren sich die Nachrichten über Kooperationen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, zeigten vor allem kleinere Bietergruppen Interesse an Partnerschaften.

Analysten gehen allerdings davon aus, dass die größten Mobilfunkanbieter in Deutschland von den hohen UMTS-Kosten in gewisser Hinsicht profitieren könnten, da die Milliardenkosten bewirken würden, dass kleinere Anbieter vergleichsweise schwach bleiben.