Mobiles Internet gefragt, aber zu teuer
Eine Studie der KPMG Consulting und der österreichischen INFONOVA unter Führungskräften zum Thema M-Business ergab ein deutliches"Ja, aber ..."
Die Unternehmen sehen zwar großes Potenzial, aber auch Hemmfaktoren wie das geringe Angebotsspektrum, Sicherheitsfragen und vor allem die Preissituation.
Mehr als die Hälfte [55 Prozent] räumen der Kundeninformation die größten Chancen ein, 49 Prozent sehen Potenzial bei der Bezahlung, 42 Prozent im Logistikbereich.
400 Führungskräfte
Die Studie "e-goes-m - Starting the mobile future 2001" wurde im
Februar und März 2001 mit Hilfe eines Online-Fragebogens
durchgeführt, den über 400 Führungskräfte im deutschsprachigen Raum
beantwortet haben.
Die Studie kann hier geordert werden93 Prozent sehen SMS, nicht WAP
Von UMTS erwarten sich 42 Prozent vor allem neue Absatzwege und eine Steigerung ihrer Umsätze.
Der am häufigsten benutzte mobile Kommunikationsdienst ist für 93 Prozent der Führungskräfte im deutschsprachigen Raum allerdings SMS und nicht WAP.
Erst 17 Prozent der Unternehmen, so die Studie, würden eine eigene M-Business-Strategie entwickeln.
Fraglich
Ob die hohen Tarife, die sich für mehr als 60 Prozent der
befragten Unternehmen hemmend auf die weitere Verbreitung von
mobilen Internet-Angeboten auswirkten, so Gerhard Greiner, CMO
INFONOVA, niedriger werden, ist fraglich.
McKinsey prognostiziert schwere UMTS-VerlusteAcht Milliarden Euro pro Lizenz
In Deutschland, wo sechs Betreibergruppen jeweils rund acht Milliarden Euro pro UMTS-Lizenz bezahlt haben, mehren sich die Nachrichten über Kooperationen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, zeigten vor allem kleinere Bietergruppen Interesse an Partnerschaften.
Analysten gehen allerdings davon aus, dass die größten Mobilfunkanbieter in Deutschland von den hohen UMTS-Kosten in gewisser Hinsicht profitieren könnten, da die Milliardenkosten bewirken würden, dass kleinere Anbieter vergleichsweise schwach bleiben.
