25.03.2001

PROGNOSE

Bildquelle: FuZo

Milliardenverluste durch UMTS

Interne Berechnungen der Unternehmsberatung McKinsey sagen den Telefonkonzernen in Europa Milliardenverluste durch die Einführung des neuen UMTS-Standards im Mobilfunk voraus.

Laut einem Bericht des "Spiegel" erwartet McKinsey in der von mehreren europäischen Telekommunikationsanbietern in Auftrag gegebenen Risikoabschätzung, dass durch die UMTS-Einführung "europaweit rund 270 Milliarden Euro [3.720 Mrd. ATS] an Wert vernichtet" werden.

Ursache seien die hohen Investitionen für UMTS-Lizenzen und -Infrastruktur, die sich nicht vor 2017 amortisieren ließen. Ein Sprecher von T-Mobil wies die Berechnungen am Samstag auf der Computermesse CeBIT als willkürlich zurück.

Die sechs Unternehmen oder Allianzen hatten im vergangenen August jeweils zwei UMTS-Lizenzen für insgesamt knapp 700 Milliarden Schilling ersteigert.

UMTS steht für "Universal Mobile Telecommunications System" und gilt als das Datenfunk-System der dritten Generation, über das beispielsweise auch Videos in Echtzeit übertragen werden könnten.