Frühwarnsystem für Österreich
Auslöser für das Vorhaben, ein landesweites Frühwarnsystem gegen Würmer, Viren, so genannte DDOS-Attacken und andere unangenehme Begleiterscheinungen der Vernetzung aufzubauen, sei klarerweise die Wirkung von ILOVEYOU gewesen, sagte Otto Hellwig, Leiter der EDV im Bundeskanzleramt.
Die daraus resultierende Erkenntnis, dass eine engere Zusammenarbeit aller staatlichen Stellen mit den maßgeblichen privaten Netzbetreibern im Interesse beider Seiten sei, habe im Juni 2000 zum ersten Meeting in Sachen Warnsystem geführt.
Freier Fluss von Informationen
Erste Zielsetzung war, den freien Informationsfluss zwischen
Bundeskanzleramt, den Ministerien und jenen Stellen auf Länderebene,
die in das "Krisenmanagement-Netzwerk" des BKA eingebunden sind,
sowie den Infrastruktur-Providern und sonstigen Betreibern großer
Netzwerke herzustellen.
FuZo-Story vom 4. Mai 2000Längere Verhandlungen
Bei so vielen Beteiligten bedurfte es längerer Verhandlungen, doch mittlerweile herrsche Einigkeit auf beiden Seiten, dass diese "Public Private Partnership" Kooperation auf gleicher, nämlich ziviler Ebene bedeute.
Statt überdimensionierter Verordnungen gebe es
"klar abgegrenzte Zielvorstellungen" sowie einen Stufenplan, der mit einem offenen Informationsystem beginne, so Hellwig weiter.
Die Schubkraft der Beteiligten
Dieses sei mittlerweile von der Planungs- in die Aufbauphase
eingetreten. Wann der interne Pilotbetrieb beginnen könne, hänge von
der Schubkraft der Beteiligten ab, so Hellwig zur FutureZone.
User haben vom Love-Virus nichts gelerntWeniger offiziell
Von einer weniger offiziellen Stelle war zu erfahren, dass ein Gutteil der Verzögerungen im Aufbau des Projekts auf allzu große Vorsicht einiger Netzbetreiber gegenüber dem so genannten freien Fluss von Informationen zurückzuführen ist.
Man fürchte, den Mitbewerbern zu tiefe Einblicke in die eigenen Netze und damit auch in deren Schwachstellen zu gewähren.
