Die Verlierer des ersten Quartals 2001
Der kanadische Telekomausrüster Nortel Networks Corp. will bis Mitte dieses Jahres 21 Prozent der Gesamtbelegschaft, insgesamt 20.000 Stellen, streichen.
Ursprünglich sollten 15.000 Mitarbeiter entlassen werden, doch die schlechten Quartalszahlen scheinen den Kürzungstrend beschleunigt zu haben.
Verlust von 2,87 Milliarden Euro im ersten Quartal 2001
Nortel erlitt im ersten Quartal 2001 einen Verlust von 2,58
Milliarden USD [2,87 Mrd. Euro/39,6 Mrd. ATS] nach 730 Millionen USD
[814 Mio. Euro/elf Mrd. ATS] in der Vorjahresvergleichszeit. Der
Umsatz ging von 6,32 Milliarden USD [sieben Mrd. Euro/97 Mrd. ATS]
im ersten Quartal 2000 auf 6,18 Milliarden USD [6,8 Mrd. Euro/94
Mrd. ATS] zurück.
Massenentlassungen bei Nortel und EricssonGateway mit 562 Millionen Euro Verlust
Gateway verbucht einen Verlust von 503 Millionen USD [562 Mio. Euro/7,7 Mrd. ATS], gegenüber einem Gewinn von 120 Millionen USD [133 Mio. Euro/1,8 Mrd. ATS] in der entsprechenden Vorjahreszeit.
Der Umsatz schrumpfte um 15 Prozent auf 2,03 Milliarden USD [2,26 Mrd. Euro/31 Mrd. ATS].
Umstrukturierung, Geschäftsschließungen und
Stellenstreichung
Der Quartalsverlust war vor allem auf Sonderbelastungen von 533
Millionen USD [594 Mio. Euro/8,1 Mrd. ATS] für eine
Umstrukturierung, Geschäftsschließungen und eine Streichung von
zwölf Prozent der Stellen, rund 3.000 der 24.000 Mitarbeiter,
zurückzuführen.
Gateway und 3Com mit GewinnwarnungSun mit leichter Umsatzsteigerung
Der amerikanische Computerhersteller Sun Microsystems hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nur noch 136 Millionen USD [152 Mio. Euro/zwei Mrd. ATS] verdient, gegenüber 509 Millionen USD [567 Mio. Euro/7,8 Mrd. Euro] in der entsprechenden Vorjahreszeit.
Der Umsatz stieg in dem am ersten April beendeten Dreimonatsabschnitt geringfügig um zwei Prozent auf 4,1 Milliarden USD [4,5 Mrd. Euro/6,1 Mrd. ATS].
Ausgabenrückgang in der IT-Branche ist schuld
Das Unternehmen machte den starken Ausgabenrückgang in der
Informationstechnologie-Sparte vor allem in den USA für den
Gewinnrückgang verantwortlich, doch gab es auch in Europa und im
asiatisch-pazifischen Raum eine etwas mäßigere Nachfrage.
Sun Microsystems warnt vor schlechten ZeitenEricsson senkt Prognose für Handy-Absatz
Ericsson will mit einem "Effizienzprogramm" bis zu 10.000 Stellen streichen und die Zahl seiner Zulieferanten senken. Der Konzern senkte zudem seine Prognose für den weltweiten Handy-Absatz auf 430 bis 480 Millionen Stück.
Die am Freitag vorgelegten Quartalszahlen weisen aber einen geringeren Verlust vor Steuern aus als von Analysten erwartet.
Der Verlust vor Steuern im ersten Quartal hat 4,9 Milliarden Kronen [543 Mio. Euro/7,47 Mrd. ATS] betragen, nach einem Gewinn von 6,1 Mrd. Kronen [600 Mio. Euro/8,2 Mrd. ATS] vor Jahresfrist.
