Ditz stärkt Sundt nicht den Rücken
Die seit Monaten andauernden Gerüchte über einen bevorstehenden Vorstandswechsel in der börsennotierten Telekom Austria [TA] wollen nicht verstummen.
Einem Bericht des heutigen "Standard" zufolge soll der vom Headhunter Egon Zehnder International ausgesuchte Wunschkandidat der ÖIAG, der Papiermanager Ernst Häberli, am kommenden Dienstag nach Rom reisen, um dort bei der Telecom Italia [TI], dem 29,8-Prozent-Aktionär der TA, vorzusprechen.
ÖIAG-Vorstand und TA-Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Ditz wollte das heute auf APA-Anfrage nicht kommentieren.
"Zu Vorstandsfragen nehme ich öffentlich keine Stellung", betonte Ditz, der gleichzeitig nicht bestätigen wollte, dass der derzeitige TA-Vorstand über die nächsten Wochen und Monate im Amt bleiben werde. Die ÖIAG hält 47,8 Prozent an der TA.
Telekom AustriaGewerkschaft will kämpfen
Der gebürtiger Schweizer Häberli, der Gerüchten zufolge als Sanierer in die TA kommen soll, wuchs in Vorarlberg auf und war Manager beim amerikanischen Papierserviettenhersteller Fort James Corp.
Häberli werden Kontakte zum ÖIAG-Präsidenten und ehemaligen Vorstand des Papierkonzerns SCA Hygiene Products, Alfred Heinzel, nachgesagt. Die SCA hat übrigens erst im Jänner 2001 Teile der Hygiene-Sparte von der Georgia-Pacific gekauft, die ihrerseits im Juli 2000 den Konkurrenten Fort James übernommen hat.
Wenn der gesamte Vorstand ausgetauscht würde, werde die Gewerkschaft "das nicht kampflos hinnehmen", sagte TA-Betriebsrat Helmut Hospodar heute zur APA. Ihm sei unklar, warum von außen ein neuer Sanierer für die TA geholt werde, zumal der derzeitige Vorstand bereits "alles saniert, was sanierungsbedürftig" sei.
Streikdrohung gegen Gerüchteküche
