Image-Politur mit unverkauften Anzeigen
Yahoo will offensichtlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: nicht verkaufte Werbeflächen füllen und sein Image verbessern. Das Unternehmen will dazu Millionen Anzeigen für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen.
Marketing-Vizerpräsident Murray Gaylord sagte, die Anzeigen richteten sich gegen Rassenhass, Umweltzerstörung und Aids. Außerdem wolle Yahoo für einen verbesserten Zugang zu neuen Technologien und die Katastrophenhilfe werben. Die fünf Bereiche seien ausgewählt worden, weil sie den Mitarbeitern und Nutzern wichtig seien.
Yahoo wird in den kommenden drei Jahren etwa 120 Millionen dieser Anzeigen im [theoretischen] Wert von rund 3,39 Millionen Euro zeigen, wie Gaylord erklärte.
2001 droht Einbruch bei Online-WerbungProfilorientiert
Die Anzeigen sollen unter anderen auf dem Bildschirm erscheinen, wenn ein Nutzer bestimmte Schlüsselwörter eingibt, so zum Beispiel Nazi oder Naturpark.
Yahoo war in der Vergangenheit kritisiert worden, weil Mitglieder von rassistischen Organisationen dort Diskussionsforen einrichteten und Klubs gründeten.
Eine Sprecherin der Anti-Diffamierungsliga [ADL], Caryl Stern-LaRosa, begrüßte die Ankündigung, erklärte aber, Yahoo biete Hassgruppen noch immer ein Forum. So gebe es auf den Yahoo-Internet-Seiten allein 58 Klubs, die dem Klu Klux Klan gewidmet seien. Die Anzeigen könnten wahrscheinlich die Ansichten von Rassisten nicht ändern, aber unschlüssige Jugendliche positiv beeinflussen, sagte sie.
Yahoo vor radikaler Neuausrichtung
