Doch keine Pornos bei Yahoo
Yahoo will nach Nutzerprotesten seine erst vor wenigen Tagen aufgenommenen Angebote von Produkten mit pornografischen Inhalten von seinen Shopping-Seiten entfernen.
In den nächsten Wochen würden Porno-Videos und DVDs aus dem amerikanischen Dienst herausgenommen, teilte Yahoo am Freitag mit. Viele Nutzer hätten sich über einige der angebotenen Artikel auf den Shopping-, Auktions- und anderen Seiten beschwert, sagte Yahoo-Chef Jeff Mallet. "Wir haben sie gehört und schnell geantwortet."
Eine konservative kalifornische Organisation hatte zum Boykott des Internet-Portals und zu Protestbriefen aufgerufen, nachdem Yahoo seine Dienste für Porno-Angebote geöffnet hatte.
No Porn please, we're American
Mallett hatte noch Anfang der Woche die Konzern-Entscheidung zur
Aufnahme von Pornografie-Anbietern verteidigt. Das Unternehmen wolle
so seine Strategie verfolgen, die größte kommerzielle Seite im Netz
zu werden.
YahooPornos als Geldesel
Der verstärkte Einstieg ins lukrative Pornogeschäft hätte die Flaute im Werbungsverkauf kompensieren sollen.
Der Kurs der Yahoo-Aktie war am Donnerstag an der Wall Street um sieben Prozent auf 16,90 Dollar gestiegen, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen veröffentlicht hatte. Am Freitag waren die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen.
Yahoo verdiente im ersten Quartal 2001 einen Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch zehn Cent. Yahoo erwartet für das zweite Quartal 2001 einen Umsatz von 165 bis 185 Millionen Dollar und für das Gesamtjahr einen Umsatz von 700 bis 775 Millionen Dollar.
Yahoo vor radikaler Neuausrichtung
