Bill Gates, Macintosh-Visionär
Ein Memo aus dem Jahr 1985 belegt: Bill Gates schlägt Apple die Verschmelzung von UNIX und Mac vor - 16 Jahre vor OS X.
Der Brief an John Sculley, damaliger Geschäftsführer von Apple, listet einige Vorschläge auf, die dem Macintosh-Computer mehr Massenwirksamkeit verschaffen sollten.
Dass alle Vorschläge die Öffnung der Macintosh-Architektur enthielten, ist offensichtlich auch darauf zurückzuführen, dass Gates Apple zur Lizenzierung einiger seiner eigenen Technologien überreden wollte.
Gates: "Apple ist der führende Innovator"
Apple zeichnet sich laut Gates als "führender Innovator" aus,
leider fehle der Technologie der Status eines universalen Standards.
Eine Integration von Macintoshs Interface in die kommerziellen
UNIX-Derivate von AT&T würde auf ein weit verbreitetes OS aufbauen
und könnte deshalb mehr Erfolg versprechen.
Das MemoEuropäischer Nationalismus gefährdet Apple
Der Beschluss, Macintosh-Hard und -Software nicht zu lizenzieren, werde dem Unternehmen wesentlich mehr Entwicklungs- und Support-Kosten bescheren als der Konkurrenz, die auf die IBM-PC-Architektur setzt, so Gates weíter.
Gates schlug einige Technologie-Firmen vor, mit denen Apple ein zu mehr Hardware kompatibles Macintosh-System entwickeln könnte. Neben AT&T und Digital Equipment wurden auch europäische Unternehmen wie Olivetti erwähnt.
Gates befürchtete "nationalistische Tendenzen" in Europa und glaubte, dass Europäer lokale Unternehmen gegenüber ausländischen bevorzugen. Eine europäische Allianz würde deshalb dem damaligen europäischen Abwärtstrend Apples entgegenwirken.
Mac OS X ist da
Analysten gehen davon aus, dass Mac OS X vor allem im Kernbereich
der Macintosh-Gemeinde, etwa in der Grafik-Industrie, Käufer finden
wird. Eine größere Akzeptanz werde vor allem davon abhängen, ob
zahlreiche Software-Firmen auch speziell angepasste Programme für
Mac OS X auf den Markt bringen.
Mac-OS-X-Premiere in Wien
