AT&S wird von Erste Bank zurückgestuft
Die Erste Bank hat auf Grund der Gewinnwarnung vom Donnerstag der Vorwoche ihre Gewinnschätzungen für die steirische AT&S nach unten revidiert und nimmt ihre Empfehlung von "Kauf" auf "Neutral" zurück.
Erste Bank-Analyst Konrad Sveceny begründet die vorsichtigere Haltung gegenüber der AT&S-Aktie mit den härteren Bedingungen im Telekom-Markt.
Die Gewinnschätzungen je Aktie werden in Anlehnung an die Angaben von AT&S für das Finanzjahr 2001/02 von 1,74 auf 0,89 Euro und für das Folgejahr von 2,36 auf 1,49 Euro gesenkt. Im Vergleich mit der Peer-Gruppe sei AT&S fair bewertet, so Sveceny in der aktuellen AT&S-Analyse. Die AT&S-Aktie hat am Donnerstag nach einer Gewinnwarnung an einem Tag mehr als 30 Prozent an Wert verloren.
AT&S fällt weiter in den KellerAusblick
Um wieder ein Wachstum von 40 Prozent zu erreichen, werde das organische Wachstum nicht ausreichen, meint Sveceny. Auch wenn AT&S mit einem 30-prozentigem Umsatzwachstum in 2001/02 rechne, werde das Kerngeschäft unter dem sich verschlechternden Umfeld seiner Kunden leiden.
Durch Originalausrüster hinausgeschobene Einführungen neuer Produkte und kurzfristige Änderungen am Produktmix durch Kunden resultieren laut Sveceny in deutlich geringer als erwarteten EBIT-Margen von unter 10 Prozent im ersten und zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres.
Trotz einer erwarteten Erholung im Herbst 2001 sollte die EBIT-Marge mit knapp über 10 Prozent unter den prognostizierten 15,5 Prozent liegen.
