08.04.2001

M@TRIX-FORUM

Bildquelle: getty

Von der Information zur Weisheit

Wir können aus dem Internet eine Menge an Informationen herunterladen, nicht aber automatisch auch "Verstehen".

Unsere Liebesbeziehung zu Computersystemen, so Clifford Stoll, Internet-Guru der ersten Stunde, beschert uns eine Menge Daten, viel Information, sehr wenig Wissen und keinerlei Weisheit.

"Weisheit und Verständnis sollte unsere Gesellschaft schätzen, statt dessen fördern und verkaufen wir Daten und Informationen.

Doch was ist Information? "Information ist ein Unterschied, der einen Unterschied macht", so ein Ausspruch von Gregory Bateson, der sich bereits in den 40er Jahren mit dem Messen von Information beschäftigte.

Vom Bit zum Qubit

In der Quantenphysik ist das Shannonsche Informationsbild heute nicht mehr anwendbar, so Anton Zeilinger vom Institut für Experimentalphysik der Universität Wien.

Denn im Gegensatz zum Bit läßt das Qubit nicht nur eine Antwort auf eine bestimmte Frage zu.

Ein Anwendungsbereich, wo man sich das sonderbare Verhalten des Qubits zunutze macht, ist die Quantenkryptographie.

Informationswunder

Ganz im Sinne Shannons ist auch dem Statistiker Norbert Kusolitsch von der TU Wien die quantitative Charakterisierung von Information ein Anliegen.

Ihm geht es um das Bestimmen von Wahrscheinlichkeiten.

Demnach hätte ein Wunder für ihn den höchsten Informationswert, weil dessen Wahrscheinlichkeit gleich null ist.