Telekoms im Rating-Visier
Die internationale Rating-Agentur Fitch hat die Einschätzung der Deutschen Telekom und der British Telecom leicht verschlechtert.
Zwar hielt Fitch an den bestehenden Bewertungen fest, doch klassifizierte die Agentur die weiteren Aussichten nicht länger als "stabil", sondern als "negativ".
Diese verschlechterte Einschätzung beruht unter anderem auf Zweifeln, dass beide Unternehmen unter den derzeitigen Marktgegebenheiten ihre kurzfristigen Schulden wie geplant abbauen können.
Die Veränderung des "Outlook" von "stabil" auf "negativ" bedeutet lediglich, dass nach Ansicht der Agentur eine größere Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Kreditwürdigkeit auf mittlere Sicht heruntergestuft wird. Derzeit sind sowohl Deutsche Telekom als auch BT bei der langfristigen Kreditwürdigkeit mit "A" eingestuft [der drittbesten Stufe nach AAA und AA]. Diese steht für "hohe Kreditwürdigkeit". Die kurzfristige Kreditwürdigkeit liegt unverändert bei "F1", der höchstmöglichen Stufe.
Überschuldete Telekoms und sorglose BankenTelecom Italia im Aufwind
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat unterdessen ihr langfristiges Rating "BBB+" und das kurzfristige Kreditrating "A-2" für die italienische Telecom-Italia-Gruppe bestätigt.
Gleichzeitig wurde das Unternehmen auf eine Beobachtungsliste für eine mögliche Ratingverbesserung gesetzt.
Maßgeblich dafür seien die Pläne für einen möglichen Umtausch von Vorzugs- in Stammaktien und ein damit verbundenes Aktienrückkaufprogramm.
Das langfristige Rating für die Telecom Italia würde bei einer Umsetzung dieses Plans auf "A-" angehoben werden, teilte Standard & Poor's mit. Die Telecom Italia ist mit 29,8 Prozent an der Telekom Austria beteiligt.
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