Konsumentenschützer testeten Online-Shops
Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer [AK] haben elf heimische und ausländische Online-Shops im direkten Vergleich getestet.
Die Informationen über die Vertragspartner, Geschäftsbedingungen, Versand- und Umtauschregelungen haben sich dabei gegenüber früheren Tests verbessert.
Der Online-Einkauf könne allerdings teurer werden als der in analogen Geschäften, da teils erhebliche Nebenkosten fällig werden. Auch die Rücksendung beim Wunsch nach Umtausch ist mit Spesen verbunden.
Bei Anbietern aus den USA einzukaufen zahlt sich zudem oft nicht aus. Es wird letztlich sehr teuer, da sich die Nebenkosten [Versand- und Rücksendekosten] zusammenläppern. Dazu kommen noch Einfuhrumsatzsteuern und Zollabgaben [32 Prozent des Warenwertes]. Außerdem ist die rechtliche Situation unsicher.
ArbeiterkammerErstes Versagen
Die AK-Konsumentenschützer wählten für ihren Test die Jeans "Levis 501".
Zum Jahresende wurde die Hose bei elf Anbietern geordert: vier österreichischen [Quelle, Universal, Neugebauer, Captain Jean], fünf deutschen [Jeansland, Faustmann's Metropol, Absolut Mode, Hosen Frey, UFO Young Fashion] und zwei US-amerikanischen [American Jeans, jeanshopusa].
Schon bei diesem ersten Schritt fielen drei Firmen aus dem Rennen: Sie nahmen schlicht keine Bestellungen an [Captain Jean, UFO Young Fashion, jeanshopusa].
Infos über Anbieter gut
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Versand- und
Umtauschregelungen waren bei allen Anbietern auf Anhieb zu finden.
Die Informationen über den Anbieter [Firmenname, Adresse, Telefon-,
Faxnummern] waren bei jedem Zweiten leicht, bei den anderen mit
einiger Mühe zu finden.
Online-Shops mit E-Commerce-GütezeichenLieferung kann dauern
Die Lieferzeit der österreichischen Anbieter lag zwischen zwei [Neugebauer] und vier Werktagen [Universal, Quelle].
Die deutschen Anbieter benötigten für den Versand zwischen drei [Faustmann's Metropol] und elf Tage [Jeansland, Absolut Mode]. Die Lieferung aus den USA dauert sogar 20 Tage.
Bei fünf der acht Anbieter, die geliefert haben - Quelle, Universal, Jeansland, Hosen Frey und American Jeans -, stimmte der Rechnungsbetrag mit dem Bestell-Betrag überein.
Bei zwei Anbietern war die Rechnung billiger, bei einem teurer. Die Unterschiede ergaben sich aus den Versandkosten, so die AK-Konsumentenschützer.
"Mangelnde Privatsphäre lähmt E-Commerce"Kreditkarte wird am häufigsten akzeptiert
Die Bezahlung mit einem Erlagschein wird nur von den österreichischen Anbietern Quelle und Universal angeboten. Alle anderen verlangen die Bezahlung per Nachnahme, Kreditkarte oder Euroscheck.
Bei den österreichischen Anbietern wurden Versandkosten bis zu 54 ATS fällig. Lediglich ein deutscher Anbieter verrechnete keine Versandkosten, die anderen bis zu 176 ATS.
Die US-Anbieter verlangten für Lieferungen nach Österreich von 275 bis 306 ATS, wobei auch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer in der Höhe bis zu 331 ATS [32 Prozent des Warenwertes] hinzukamen.
Welche Vertragsklauseln wann im Netz geltenAußer Spesen nix gewesen
Die AK-Konsumentenschützer überprüften die Rechnung der Testeinkäufe und retournierten dann die Ware wieder entsprechend den Rücksendebedingungen.
Die Waren konnten in den meisten Fällen zurückgesandt, manchmal aber nur umgetauscht werden [Captain Jean, UFO Young Fashion].
Die Konsumenten müssen allerdings die Kosten für die Rücksendung meistens selbst übernehmen [Österreich 42 ATS, bei Quelle und Universal ist die Rücksendung gratis, nach Deutschland von 95 bis 270 ATS und in die USA 900 ATS samt der nicht rückerstatteten Kosten].
