Regelung für "Dauersauger" kommt
Das [weiter unten] zitierte, interne Gesprächsprotokoll sei echt; und dass man eine Regelung für "Heavy User" plane, sei ohnehin bekannt gegeben worden, ist von der UPC-Telekabel offiziell zu erfahren.
Das beschriebene Umstiegsszenario und das [ebenfalls weiter unten] angeführte "Chello Plus"-Paket sei allerdings nur eine von mehreren Überlegungen.
Keines dieser in mehreren "Arbeitsgruppen entworfenen Modelle" sei von der Geschäftsführung abgesegnet. Wie die Regelung letztlich aussehen werde, wisse noch niemand. Fest steht nur, dass eine Regelung für "Heavy User" kommt.
Ein internes Protokoll
Laut einem internen Protokoll von UPC-Telekabel, das in verschiedenen Foren aufgetaucht ist, sollen so genannte "Heavy User" dazu gezwungen werden, auf einen teureren Zugangsmodus namens "Chello Plus" umzusteigen. Anderenfalls winkt dem Dauersauger die Kündigung des Accounts.
Da man ab April in der Lage sei, die Datenvolumina jedes einzelnen Chello-Users zu messen, heißt es in dem Schreiben weiter, erfolge die Ermittlung der "Heavy User" auf Basis eines monatlich zu ermittelnden Durchschnittsverbrauchs.
Die zwei- bis dreifache Menge dieses Durchschnittswertes sollte die Grenze zwischen Normalverbraucher und "Heavy User" sein.
Zahlen und Kosten
Die genauen Zahlen und die Kosten müssten noch festgelegt werden, zum Umsteigen gezwungen würden die Kunden auf jeden Fall. Eine Anfrage der FutureZone bei Chello und UPC Telekabel ist im Laufen.
"Termination of Service"
Dafür hat man sich folgendes Szenario ausgedacht. Auf einen Warnbrief folge als "Second Step" ein "Outbound Call von Sales Support", also ein persönlicher Anruf aus dem Verkauf.
Wenn der Kunde telefonisch nicht erreichbar oder nicht einverstanden sei, erhalte er einen Brief mit zwei Optionen: Umstieg auf Chello Plus oder "Termination of Service", wie es im Rotwelsch der IT-Branche heißt.
Wie viel Chello Plus tatsächlich kosten soll, geht aus dem Schreiben, gegen dessen Authentizität bis jetzt nichts spricht, nicht hervor. Klar ist jedoch, dass die Aktion Chello selbst allerhand kosten wird.
Die Kosten der Aktion
Unter der Annahme, dass sich zehn Prozent von 100.000 Kunden als
"Heavy User" entpuppen und davon wiederum die Hälfte auf den
"Warning Letter" nicht reagieren, ist mit 5.000 "Outbound Calls" zu
rechen, deren Handling und Kosten noch offen seien.
Die letzte PreiserhöhungDas "Chello Plus"-Paket
Den Umstieg auf Chello Plus versüßen soll ein Paket mit doppelt so hohem Datenlimit und größerer Bandbreite, nämlich 512 kbit/s down- und 128 kbit/s upstream sowie der Erlaubnis, ein lokales Netzwerk mit bis zu drei PCs anzuschließen.
