Internet "uninteressant und zu kompliziert"
Rund 28 Millionen Männer und Frauen in Deutschland wollen das Internet "auf keinen Fall nutzen".
Das sind 43 Prozent der Bevölkerung. Die "Totalverweigerer" sind meist älter - die Hälfte ist über 50 Jahre alt, vornehmlich weiblich und verfügt häufig nur über einen unterdurchschnittlichen Verdienst.
Das geht aus einer forsa-Umfrage hervor, die am Montag vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft [IW] in seinem "Medienspiegel" veröffentlicht wurde.
Oft unterdurchschnittliche Bildung
Während mehr als jeder zweite Internet-Nutzer das Abitur oder ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann, verfügt die Mehrzahl der Verweigerer nur über einen Hauptschulabschluss, berichtete das IW. Die Motive derjenigen, die das Internet ablehnen, sind unterschiedlich.
26,2 Prozent finden Medium "uninteressant"
Jeder Vierte (26,2 Prozent) gab an, das Medium interessiere ihn nicht, und jeder Fünfte (22,1 Prozent) hält sich für zu alt, um online zu gehen. Fast genauso viele (20,3 Prozent) gaben an, keinen PC zu besitzen. Für 14 Prozent bietet das "Internet nichts, was ich brauche".
Weitere Gründe lauten "zu teuer", "zu kompliziert" und "keine Zeit".
Die forsa-Umfrage war von der MediaGruppe Digital, einer Tochter der ProSiebenSat.1 Media AG, in Auftrag gegeben worden.
Zwei von drei Österreichern fürchten Internet
