09.03.2001

GFK-UMFRAGE

Bildquelle: PhotoDisc

Zwei von drei Österreichern fürchten Internet

Das Internet ist noch immer primär Informationsmedium: Einer "Lifestyle"-Umfrage des Marktforschungsinstituts Fessel-GfK zufolge halten mehr als 85 Prozent der Österreicher das Internet für das ideale Informationsmedium.

Konkret nutzen 45 Prozent aller Österreicher das Internet für die "Recherche zu bestimmten Themen".

An zweiter Stelle steht demnach "das allgemeine Surfen durch das Internet" mit 37 Prozent, gefolgt vom Versenden und Empfangen von privaten E-Mails [36 Prozent].

SMS mit 17, E-Kommerz nur drei Prozent

Grundsätzlich sind laut Fessel-GfK Kommunikationsmöglichkeiten im Netz noch wenig gefragt: 64 Prozent aller Österreich sind sich zwar darüber im Klaren, dass das Internet es ermöglicht, auf billige Weise mit Freunden und Kollegen zu kommunizieren.

SMS-Angebote nutzen momentan allerdings nur 17 Prozent aller Internet-Nutzer, chatten wollen gar nur noch zehn Prozent, und Telefonieren via Internet ist mit zwei Prozent so gut wie gar nicht gefragt.

Wenig beliebt scheint zurzeit auch noch das Einkaufen im Netz zu sein: Nur drei Prozent aller Internet-Nutzer verwenden E-Kommerz-Angebote. Ihre Bankgeschäfte erledigen demgegenüber bereits 14 Prozent über das Netz.

Die dunklen Seiten

Zwei Drittel der Österreicher meinen laut der Umfrage, dass das Internet wegen seiner "kriminellen Inhalte für die Jugend schädlich" ist.

Vier von fünf Österreichern meinen zudem, dass das Surfen im Internet tatsächlich zur Sucht werden kann.

70 Prozent gehen gar davon aus, dass es im Internet immer wieder zu Verstößen gegen den Datenschutz kommt.

Betrügereien

Drei Viertel aller Österreicher sind sich laut Studie auch über die Wichtigkeit des Internets im modernen Geschäftsverkehr bewusst, weitere 45 Prozent sind sich sicher, dass sich das Einkaufen via Internet immer mehr durchsetzen wird. Dennoch glaubt mehr als die Hälfte aller Befragten, dass es bei der Bezahlung bestellter Dinge immer wieder zu Betrügereien kommt.