07.03.2001

OFFSHORE

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Erstes UMTS-Netz auf der Isle of Man

Der Wettstreit, welches Telekommunikationsunternehmen als Erstes Mobilfunkdienste der dritten Generation [3G] anbieten wird, könnte einen überraschenden Sieger haben.

Nach einem Bericht von "BBC News" könnte die britische Isle of Man die Nase vorn haben und noch vor der japanischen NTT DoCoMo und der Vivendi-Tochter Monaco Telecom mit einem entsprechenden Angebot auf Kundenfang gehen.

NTT DoCoMo hat den Start ihres 3G-Angebots für den 30. Mai angekündigt, Monaco Telecom für den Sommer.

Fallstricke kennen lernen

Der Einsatz von 3G-Mobilfunkdiensten auf der 75.000 Einwohner zählenden Insel ist für den Betreiber British Telecom "ein Glücksfall":

"BT kann so die Fallstricke und Probleme der neuen Technik aus erster Hand kennen lernen", meinte Brier von Manx Telecom, die das UMTS-Netz auf der Isle of Man betreiben wird.

Der Mutterkonzern will zu einem späteren Zeitpunkt 3G-Dienste in Großbritannien und in Europa anbieten.

Brier zeigte sich im Gespräch mit "BBC News" jedoch überzeugt davon, dass das Isle-of-Man-Projekt für BT nicht nur ein Versuchsballon sei, sondern dass sich damit auch Geld verdienen lasse.

Unter Hinweis auf den geplanten Marktstart der 3G-Dienste von BT wollte Brier nicht weiter zu den diesbezüglichen Plänen der Muttergesellschaft äußern. Auch über die Höhe der Investitionen bei Manx Telecom und die Kosten der Mobiltelefone für die Inselbewohner schwieg er.

Telefonmangel

Die ersten Basisstationen sind auf der Isle of Man bereits in den Weihnachtsfeiertagen an Ort und Stelle gebracht worden. Sie werden derzeit installiert und in Betrieb genommen.

Das größte Problem ist momentan die Lieferfähigkeit 3G-fähiger Mobiltelefone. Bisher hat Manx Telecom nur Hunderte und nicht wie angestrebt Tausende Handys geliefert bekommen. Die Telefone stammen aus der Produktion von NEC.