01.03.2001

AUFBRUCH

Bildquelle: waldt

Mit E-Government zu einer neuen Gründerwelle

Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein [ÖVP] erwartet sich vom neuen Online-Behördenratgeber für Unternehmen "help-business.gv.at" vor allem eine Unterstützung der Gründerwelle und eine Kosten- und Zeitersparnis für die Unternehmen.

"Selbstständig werden leicht gemacht" sei die Devise des Ratgebers, der vom Arbeiternehmerschutz, Krankmeldungen und Karenzregelungen über Arbeitnehmerverträge und Betriebsgründungen bis hin zum Firmen- und Grundbucheintrag alle unternehmensrelevanten Behördeninformationen bereitstellt.

Bartenstein hofft aber vor allem auf die zweite Phase dieser Behördenplattform, in der die Unternehmer ihre Amtswege über E-Government-Anwendungen vollständig elektronisch abwickeln sollen. Bis Ende 2002 will der Minister zunächst in ganz Österreich die elektronische Gewerbeanmeldung verwirklichen.

"Für die Verwaltung respektabel"

Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung [IV], Lorenz Fritz, hofft nach Einführung des behördenübergreifenden Internet-Ratgebers für Unternehmen auch auf eine Reform des Behördenapparats dahinter.

Die "One-Stop-Strategie" der neuen Plattform werde nicht funktionieren, wenn das "Back-Office" dahinter eine derart diversifizierte Behördenlandschaft sei.

Der Start von "help-business.gv.at" sei daher hoffentlich ein "Zusatzmomentum für die Verwaltungsreform", sagte Fritz zum Start des neuen Ratgebers.

Unternehmen wollen E-Government

Wirtschaftskammer-Generalsekretär Christian Domany beteuerte, dass die Bereitschaft zur Nutzung von E-Government-Lösungen bereits gegeben ist.

Eine Studie habe gezeigt, dass 63 Prozent der Unternehmen und 46 Prozent der Bürger künftig via Internet mit der Verwaltung kommunizieren wollen.

Erste Ansätze zum E-Government seien bereits in Planung. So werde der Justizausschuss am 13. März jene Regierungsvorlage behandeln, durch die die Übertragung der Bilanz via Internet ermöglicht werden soll.