01.03.2001

E-DAY.AT

Bildquelle: wkö

Mehr Internet statt Ärmelschonern

Die Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] fordert einen Ausbau der Amtswege über das Internet für Österreichs Unternehmen.

Während bereits 27 Prozent der heimischen Einzelhändler übers Internet verkaufen, müssen sie ihre Umsatzsteuermeldungen, ihre An- und Abmeldungen von Dienstverträgen und ihre Gewerbeanmeldungen immer noch auf traditionellem Wege erledigen.

Jährlich fielen auf diese Weise 5,15 Millionen Meldungen an den Staat an, die alle mit Hilfe des Internets automatisiert werden könnten, heißt es seitens der WKÖ.

Potenzial vor allem im Kulturbereich

Die WKÖ beurteilt die Entwicklung im heimischen E-Commerce generell positiv. Im Jahr 2000 hätten Österreichs Einzelhändler bereits 0,3 Prozent des Gesamtumsatzes via Internet eingenommen. Bis 2003 sollen es nach Angaben des Beratungsunternehmen A.T. Kearney bereits drei Prozent sein.

Bereits 40 Prozent der heimischen Internet-Käufer bevorzugten die Bezahlung via Kreditkarte. Österreich habe nicht zuletzt mit der Einführung des E-Commerce-Gütezeichens das Vertrauen in den E-Commerce gestärkt und dabei eine Vorreiterrolle bei der Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen für Online-Shopping in Europa eingenommen.

Potenzial gibt es laut Wirtschaftskammer noch im Verkauf von Informationen wie Texten, Bildern und Filmen via Internet. Vor allem im Kulturbereich habe Österreich gute Chancen, sich führend im Internet zu positionieren, so die WKÖ.

Vorreiterrolle beim Signaturgesetz

EU-Botschafter Gregor Woschnagg etwa will dazu die neue Sozialversicherungskarte nutzen. Die erforderlichen Zusatzinformationen sollten auf dieser Chipkarte gespeichert werden.

Diese nicht unumstrittene Bürgerkarte sollte in einem weiteren Schritt auch grenzüberschreitend eingesetzt werden.