Notbremse nach Personal-Spekulationen
Auf dem Höhepunkt der Spekulationen um einen bevorstehenden personellen Wechsel im Vorstand der Telekom Austria haben die Eigentümer ÖIAG [47,8 Prozent] und Telecom Italia [29,8 Prozent] offenbar die Notbremse gezogen.
Die für Dienstag anberaumte TA-Aufsichtsratssitzung finde nicht statt, sagte TA-Aufsichtsratspräsident Johannes Ditz zur APA.
Von einer Absage will Ditz nicht sprechen, da wegen terminlicher Schwierigkeiten von Seiten der italienischen Partner der Termin nicht endgültig fixiert worden sei.
Ein Rücktritt des in den vergangenen Wochen u.a. wegen des verpatzten Börsengangs stark unter Druck geratenen TA-Vorstandsvorsitzenden Heinz Sundt - er selbst war ursprünglich über den Zeitpunkt des Going Public nicht glücklich gewesen - schien zuletzt ebenso möglich wie die Demission von Marketing-Vorstand Heinz Brasic und Technik-Vorstand Rudolf Fischer sowie des gesamten Vorstands.
Woche der Entscheidung für die TADitz: "Wir haben wieder Konsens im Vorstand"
"Die in den Medien kolportierten Personalentscheidungen entbehren jeder Grundlage und finden nicht statt", betonte Ditz. Im Vorstand habe man wieder Konsens hergestellt und sich das Ziel gesetzt, gemeinsam an der Lösung der Probleme zu arbeiten.
"Es gibt bestehende Vorstandsverträge, daher wird an der Besetzung nichts geändert", so Ditz. Auch die Telecom Italia erwarte, dass Vorstandsdiskussionen nicht in den Medien ausgetragen würden und das bestellte Vorstandsteam arbeite.
Da bereits in der letzten Aufsichtsratssitzung das Budget 2001 für die TA und deren Töchter Mobilkom und Datakom beschlossen worden sei, sei die Handlungsgrundlage für die TA voll gegeben. Auch die Bilanzvorbereitungen liefen bereits, so Ditz.
Große Verunsicherung bei TA-Belegschaft
In der TA-Belegschaft ist die Verunsicherung jedenfalls groß,
hieß es gegenüber der APA. Sollte Handlungsbedarf festgestellt
werden, sollte mit Entscheidungen nicht zu lange gewartet werden,
meint man in Belegschaftskreisen.
Telekom Austria
