25.02.2001

ENE MENE MUH

Bildquelle: ta

Woche der Entscheidung für die TA

Im Vorfeld der für Dienstag anberaumten, mit Spannung erwarteten außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Telekom Austria [TA] will der Großaktionär ÖIAG [47,8 Prozent] bereits am Montag in einer Syndikatssitzung mit dem Minderheitsaktionär Telecom Italia [TI] die Zusammensetzung des künftigen Vorstands der TA erörtern und allenfalls erforderliche personelle Weichenstellungen einleiten.

Ein Rücktritt von TA-Chef Heinz Sundt wird für möglich gehalten, doch schien zuletzt auch ein Weiterverbleib des Generaldirektors nicht ausgeschlossen, wenn ihm die ÖIAG den Rücken stärkt.

Wilde Spekulationen im Vorfeld

ÖIAG-Vorstand TA-Aufsichtsratschef Johannes Ditz habe am Freitag beim 29,8-Prozent-Aktionär TI in Italien ausgelotet, ob diese den von ihr in den Vorstand nominierten TA-Marketingmann Heinz Brasic tatsächlich als neuen TA-Boss haben wolle, so die "Presse" am Samstag.

Allerdings, so die Zeitung, habe Brasic das uneingeschränkte Vertrauen der Italiener verloren; Finanzvorstand Stefano Colombo könne sich durchaus vorstellen, mit Sundt, aber ohne Brasic weiterzuarbeiten.

Der "Kurier" bezeichnete zuletzt neben Brasic, dem deutliche Ambitionen auf eine Sundt-Nachfolge nachgesagt werden, auch TA-Technik-Vorstand Rudolf Fischer als rücktrittsreif. Bei einem Verbleib von Sundt könnte der Chef der TA-Mobilfunk-Tochter Mobilkom, Boris Nemsic, Fischer als Technikvorstand der TA ablösen, wurde auch spekuliert.