Sega entlässt Dreamcast-Personal
Nach der Einstellung seiner Videospiel-Konsole Dreamcast wird der angeschlagene japanische Hersteller Sega deutlich Personal entlassen.
Es sollten 300 Stellen gestrichen werden, kündigte der Konzern am Montag in Tokio an. Das sind fast zwölf Prozent der Belegschaft. Die Stellen fallen vor allem in den Dreamcast-Bereichen weg.
Seit Markteinführung hat Sega weltweit rund sechs Millionen der Konsolen verkauft. Das Konkurrenzprodukt "Playstation 2" von Sony hat sich dagegen in nur zehn Monaten mehr als 6,3 Millionen Mal verkauft, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun".
Dreamcast-Produktion vor dem AusDer Bau der Konsole wird Ende März eingestellt, Sega will sich dann auf die Entwicklung von Spiele-Software für andere Konsolenanbieter konzentrieren.
Sega hatte mit Dreamcast Ende 1998 als erstes Unternehmen eine der schnellen 128-Bit-Konsolen auf den Markt gebracht, konnte diesen Zeitvorsprung gegenüber den Konkurrenten Sony und Nintendo aber nicht in deutlich höhere Einnahmen ummünzen.
Mit den jetzt angekündigten Stellenstreichungen sollen jährlich 1,9 Milliarden Yen [18 Mio. Euro] eingespart werden.
Der britische Set-Top-Box-Hersteller "Pace Micro Technology" und Sega haben angekündigt, gemeinsam eine digitale Set-Top-Box zu entwickeln, mit der Dreamcast-Games künftig gespielt werden können.
Die Spiele sollen dabei nicht durch das Einlegen von CDs, sondern per digitale Datenübertragung über Kabel-TV-Kanäle auf eine integrierte Festplatte übertragen werden.
Definitives Aus für Dreamcast-Konsole
