Linux-Guru kontert Microsoft-Aussagen
Eine Woche nach Jim Alchins, Windows-Chef bei Microsoft, vernichtenden Aussagen über Open-Source-Software und freie Software kontert die Galionsfigur der Free Software Foundation, Richard Stallmann, mit einem Plädoyer für freie Software und gegen Microsoft.
Microsoft sei nicht in der Position, der Open-Source-Gemeinde und dem Free Software Movement ein kontraproduktives Klima vorzuwerfen, so Stallmann.
Microsoft sei schließlich bekannt dafür, zu imitieren anstatt eigenständig Software-Konzepte zu entwickeln. Hinzu komme, dass Microsoft zusätzlich Code in seine Programme einfügt, der es unmöglich macht, mit anderen Nicht-Microsoft-Produkten zu kommunizieren.
"Open Source zerstört das Urheberrecht"
"Open Source zerstört das Urheberrecht", sagte Alchin kürzlich
zur Nachrichtenagentur Bloomberg. "Ich kann mir nichts Schlimmeres
für das Software-Business und das intellektuelle Eigentum
vorstellen."
"Open Source zerstört das Urheberrecht"Millionen von Usern für Linux
Stallmann wehrt sich gegen eine Gleichstellung von Free Software mit Open Source und argumentiert, dass Open Source nicht zu radikal in der Forderung nach ausschließlich freier und Open-Source-Software wäre.
Viele Open-Source-Protagonisten würden für eine Koexistenz proprietärer und freier Software eintreten. Ziel des Free Software Movement sei das Ersetzen von proprietärer Software durch freie Software, die die Freiheit des Einzelnen respektiere. "Free" in Free Software Movement stehe schließlich für Freiheit, nicht für "gratis".
Millionen von Usern und Unternehmen wie Intel und IBM hätten sich schon für dieses Wirtschaftsmodell entschieden, so Stallmann.
Stallmann hält die Idee des Urheberrechts für absurd und argumentiert, dass gewisse Freiheiten wie offener Programm-Code der Öffentlichkeit erhalten bleiben sollen. Für diese Freiheiten zu kämpfen sei amerikanisch und der Grund, warum die GNU GPL gegründet wurde.
The Free Software Foundation
