16.02.2001

UNCLE SAM

Bildquelle: AP/Torvalds

"Open Source zerstört das Urheberrecht"

Jim Alchin, Zuständiger für das Windows-Betriebssystem bei Microsoft, hat vor den Nachteilen gewarnt, die Open-Source-Technologien wie Linux mit sich brächten.

"Open Source zerstört das Urheberrecht", sagte Alchin zur Nachrichtenagentur Bloomberg. "Ich kann mir nichts Schlimmeres für das Software-Business und das intellektuelle Eigentum vorstellen."

"Ich bin ein Amerikaner, ich glaube an den American Way und mache mir Sorgen, wenn die Regierung Open Source unterstützt", so Alchin weiter. "Ich glaube, wir haben diese Gefahr den Gesetzgebern nicht gut genug erklärt."

Open Source faschistisch?

Grund dafür ist die Bekanntgabe Corels letzten Monat, ihre eigene Linux-Version nicht weiterzuentwickeln. Diese Entscheidung sei unabhängig von der Zusammenarbeit mit Microsoft entstanden, betont Corel.

Anhänger der Open-Source-Bewegung wie Brian Behlendorf, Gründer des Open-Source-Unternehmens CollabNet Inc., verstehen Alchins Aussagen als einseitig. "Microsoft versucht die Open-Source-Community als faschistisch hinzustellen, als müsse alle Software gratis oder gar nicht sein."

Kostenlos ist immer reizvoll

Alchin sieht Linux nicht als Konkurrenz zu Microsoft. "Wir können bessere Produkte als Linux entwickeln", so Alchin. "Etwas Kostenloses ist immer etwas Reizvolles."