Microsoft erneut unter Kartellverdacht
Die US-Kartellbehörden ermitteln gegen Microsoft wegen dessen Einstiegs beim konkurrierenden Softwarehaus Corel.
"Wir glauben, dass mit der Transaktion kein Rechtsproblem verbunden ist, das Anlass zur Sorge geben könnte", betonte Microsoft-Sprecher Jim Cullinan am Mittwoch.
Sein Haus arbeite "vollständig mit dem Justizministerium zusammen, um die angeforderten Informationen zu liefern".
Microsoft hatte im Oktober 135 Millionen Dollar [154 Mio. Euro] in den Konkurrenten investiert, der vor allem durch das Textverarbeitungsprogramm WordPerfect und die Grafiksoftware CorelDRAW bekannt ist.
Der EinstiegVor Gericht zitiert
Nach Informationen der US-Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" war der Konzern von Bill Gates wegen des Corel-Einstieges vor drei Wochen vor ein US-Bundesgericht in San Francisco zitiert worden.
Die im US-Justizministerium angesiedelte Kartellbehörde sorgt sich demnach um den Wettbewerb auf dem Markt für Büro-Software, den Microsoft bereits zu 90 Prozent mit seinem Programmpaket Office dominiert.
