"Open Source zerstört das Urheberrecht"
Jim Alchin, Zuständiger für das Windows-Betriebssystem bei Microsoft, hat vor den Nachteilen gewarnt, die Open-Source-Technologien wie Linux mit sich brächten.
"Open Source zerstört das Urheberrecht", sagte Alchin zur Nachrichtenagentur Bloomberg. "Ich kann mir nichts Schlimmeres für das Software-Business und das intellektuelle Eigentum vorstellen."
"Ich bin ein Amerikaner, ich glaube an den American Way und mache mir Sorgen, wenn die Regierung Open Source unterstützt", so Alchin weiter. "Ich glaube, wir haben diese Gefahr den Gesetzgebern nicht gut genug erklärt."
Der zeitliche Kontext
Allchins Kommentare kamen kurz vor der Bestätigung von Microsoft,
dass ihre 135-Millionen-USD-Investition in Corel von der
amerikanischen Justiz untersucht wird.
Microsoft erneut unter KartellverdachtOpen Source faschistisch?
Grund dafür ist die Bekanntgabe Corels letzten Monat, ihre eigene Linux-Version nicht weiterzuentwickeln. Diese Entscheidung sei unabhängig von der Zusammenarbeit mit Microsoft entstanden, betont Corel.
Anhänger der Open-Source-Bewegung wie Brian Behlendorf, Gründer des Open-Source-Unternehmens CollabNet Inc., verstehen Alchins Aussagen als einseitig. "Microsoft versucht die Open-Source-Community als faschistisch hinzustellen, als müsse alle Software gratis oder gar nicht sein."
Der überragende Vorteil von Linux bestehe darin, dass es völlig unabhängig von der verwendeten Version individuell an die verschiedenen Bedürfnisse angepasst werden könne, nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden und garantiert frei von jeder Art von Hintertüren sei, so Linus Torvalds, Erfinder von Linux.
Linux ist innovativer als SchießpulverKostenlos ist immer reizvoll
Alchin sieht Linux nicht als Konkurrenz zu Microsoft. "Wir können bessere Produkte als Linux entwickeln", so Alchin. "Etwas Kostenloses ist immer etwas Reizvolles."
