16.02.2001

UR & HEBER

Bildquelle: ORF ON

Razzia gegen Napster-User in Belgien

Auf Grund von Anzeigen der Musikindustrie ist es gestern bei mehreren belgischen Internet-Usern zu Hausdurchsuchungen gekommen, teilte ein belgischer Staatsanwalt Donnerstagabend mit.

Den Betroffenen wird vorgeworfen, per Napster urheberrechtlich geschütztes Material ausgetauscht zu haben.

Nach den Worten des Sprechers der belgischen Staatsanwaltschaft, Olivier Bogaert, habe die Polizei bereits vergangenen Dezember eine erste Hausdurchsuchung vorgenommen. Zwei weitere seien im Laufe des Jänners hinzugekommen.

Musikindustrie will Musikpiraten tracken

Marcel Heymans, Generaldirektor des Interessenverbandes der Plattenindustrie in Belgien [IFPI], sagte, man habe die Polizei über die vermuteten Copyright-Verletzungen informiert.

Laut Heymans verfüge die IFPI mittlerweile über die erforderliche technische Ausrüstung, um Musikpiraten auf die Schliche zu kommen.

Derzeit würden nur User verfolgt, die trotz Verwarnung ihre illegalen Dateitauschpraktiken fortführen würden.

Allerdings könnte es relativ aufwendig werden, auf diese Weise die weltweit rund 40 Millionen Napster-User auf Copyright-Verletzungen zu untersuchen.