Debatte um IT-Gastarbeiter beendet
Parallel zur Warnung des Präsidenten der EU-Kommission, Romano Prodi, dass der IT-Fachkräftemangel den europäischen Wohlstand gefährde, hat der Hauptausschuss des Nationalrats Mittwochnachmittag die Debatte um zusätzliche ausländische IT-Fachkräfte beendet.
Es wird keine höhere Zuwanderungsquote geben. Die Quoten werden pro Bundesland für IT-Kräfte zwar erhöht - aber durch Umschichtungen kompensiert.
Beschlossen wurde die Niederlassungsverordnung mit den Stimmen der Koalitionsparteien.
Pro Bundesland wird die jeweilige Quote für Führungs- und Spezialkräfte leicht erhöht, insgesamt wird diese Erhöhung von 1.010 auf 1.613 Personen aber durch Umschichtungen kompensiert. Damit haben sich jene durchgesetzt, die sich strikt gegen eine Erhöhung der Gesamtquote für neue Zuwanderer ausgesprochen haben.
Prodi: IT-Fachkräftemangel gefährdet WohlstandBesondere Bedürfnisse der Landwirtschaft
Die besonderen Bedürfnisse der Land- und Forstwirtschaft werden durch die Neuschaffung einer Quote für Erntehelfer berücksichtigt, die mit 7.000 festgelegt wird. Weiters steht 8.000 Saisonarbeitern der Weg nach Österreich frei.
Insgesamt ist - laut Parlamentskorrespondenz - eine Zuwanderung von 8.518 Personen vorgesehen - höchstens 8.338 quotenpflichtige Niederlassungsbewilligungen und 180 quotenpflichtige Aufenthaltserlaubnisse.
Eine Erhöhung der Quote wird neben Umschichtungen auch dadurch vermieden, dass ein Programm für unmündige Minderjährige ausläuft und das Sonderprogramm für Kosovo-Flüchtlinge obsolet geworden ist.
Fast ein Jahr Debatte
Die Opposition äußerte sich ablehnend. Innenminister Ernst
Strasser wies darauf hin, die Verordnung beruhe auf dem
Regierungsprogramm, welches klar sage, dass die bestehenden
Quotenplätze für Ausländer nicht überschritten werden sollen. Er
räumte ein, dass die "Koordination aller Beteiligten" länger
gebraucht habe als ursprünglich gedacht. Begonnen hatte die Debatte
Anfang März 2000
"Österreich braucht IT-Gastarbeiter"
