05.02.2001

VORERST UNTEN

Bildquelle: ORF

Erst für 2003 Gewinn prognostiziert

Die Erste Bank hat die Aktie der Telekom Austria [TA] in einer Erstanalyse mit "neutral" eingestuft.

Die Aktie sei zwar prinzipiell im Sektorvergleich günstig bewertet. Nach der jüngsten Gewinnwarnung und den Unsicherheiten über die Exekutierbarkeit von geplanten Personalreduktionen sei der zum Ausgabepreis von neun Euro niedrige Kurs [derzeit bei 6,4 Euro] jedoch gerechtfertigt.

Auf Grund des Status öffentlich Bediensteter der TA-Belegschaft hinke das Unternehmen anderen nationalen Telekombetreibern mit dem Stellenabbau hinterher. Die Erste Bank erwartet im Jahr 2002 einen Personalabbau im Umfang von 18 Prozent.

Noch zwei magere Jahre

Nach der Marktliberalisierung dürfte das Schlimmste für die TA nun aber vorbei sein, heißt es weiter in der Analyse der Ersten Bank.

Nachdem bis dato die Notwendigkeit einer flächendeckenden Abdeckung Österreichs mit Kommunikationsdiensten im Vordergrund stand, sollten die weiteren Investitionen der TA nach der Marktliberalisierung ergebnisorientiert sein.

Die Erste Bank prognostiziert für die TA einen Verlust je Aktie von 0,71 Euro im Geschäftsjahr 2000 und von 0,35 Euro [2001] bzw. 0,11 Euro [2002] in den beiden Folgejahren.

Für das Jahr 2003 erwartet die Erste Bank erstmals ein positives Ergebnis von 0,06 Euro je Anteilsschein. Eine Dividende wird ebenfalls erst für 2003 gesehen, die geschätzte Dividendenzahlung wird mit 0,03 Euro je Aktie beziffert.

Ins Blaue

Unterdessen hat das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner aktuellen Ausgabe die Spekulationen über einen Verkauf der TA aufgewärmt: "Die Anzeichen für eine Übernahme der Telekom Austria verdichten sich."

Dabei geht es um die wiederholt lancierten und anschließend dementierten Meldungen über den angeblichen Appetit der Telekom Italia an einem höheren TA-Anteil.

Die Meldungen wurden allgemein vor dem Hintergrund der Situation des TI-Haupteigners Olivetti interpretiert.