02.02.2001

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Bildquelle: PhotoDisc

100 Netzwerk-Akademien für Österreich

"Nicht zuletzt durch unseren Namen waren wir bis jetzt in der glücklichen Lage", sagt Günther Brand, CEO von Cisco Austria im Gespräch mit der FutureZone, "genug qualifizierte technische Kräfte anzuziehen."

Mit dem stetig steigenden Bedarf an Netzwerkern könne allerdings auch eine intensivierte interne Ausbildung nicht mithalten, weshalb man nun vermehrt auf das in den USA seit 1993 erprobte Modell der Cisco Networking Academy setze, so Brand weiter.

Von einem "Pflichtfach Cisco" - analog zur Forderung des SAP-Österreich-Chefs nach einem Pflichtgegenstand SAP in HTLs - hält man bei den Netzwerkern allerdings wenig.

Zwischenstand 58 Academies

Dieses gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht und Kunst initiierte Modell, sagt Brand, vermittle inzwischen mehr als 500 Schülern österreichweit Grundkenntnisse in Netzwerktechnik.

Mittlerweile sei man bei 58 Academies angelangt, 14 davon würden vom Ministerium gesponsert, der große Rest sei durch direkte Zusammenarbeit der Schulen selbst mit Cisco zu Stande gekommen.

Am erfreulichsten aber sei daran, dass sich die Teilnehmer nicht mehr allein auf den klassischen EDV-Bereich in HTLs beschränkten, sondern dass auch Lehrpersonal und Schüler von HAKs und AHS vermehrt Interesse zeigten, in 270 Unterrichtsstunden die Grundzüge des Networking zu lernen.

In den USA und in Indien

Die Geschichte der Akademien begann vor sieben Jahren, als Cisco 1993 in den USA mit der Aufgabe betraut wurde, an Schulen Computernetzwerke zu installieren.

Vor wenigen Tagen haben der CEO von Cisco Systems, John Chambers, und der indische Minister für Technologie, Pramod Mahajan, eine Vereinbarung zur Schaffung von 34 regionalen "Cisco Networking Academies" in Indien unterzeichnet.