Linux-Innovationen von IBM, Dell, Oracle, HP
Dell, weltgrößter Direktanbieter von Heimcomputern, und Oracle, zweitgrößter Software-Hersteller, wollen Intel-basierte Linux-Server mit Oracle-Software kombinieren.
Dell wird die Server mit Oracles 9i-Datenbank und Linux ausliefern. Alternativ dazu kann sich der Käufer für Oracles 9i-Applikationsserver entscheiden.
Beide Unternehmen gaben bekannt, zusätzlich ein Linux-Center für Kunden und Interessierte eröffnen zu wollen. Hauptaufgabe des Zentrums wird das Testen von Anwendungen mit Dells Linux-Server werden.
Einen eigenen Weg geht IBM mit der Ankündigung des eServer auf der LinuxWorld Expo in New York. Der eServer x430 ist ein UNIX-basiertes System, das bis zu 64 Prozessoren gleichzeitig unterstützt und mit dem Linux Application Environment [LAE] ausgeliefert werden soll.
LinuxWorld Conference & ExpoLinux mit Schwächen im Multi-Prozessor-Bereich
Laut IBM soll LAE dafür sorgen, dass alle auf Intel-Plattformen kompilierten Linux-Applikationen mit dem eingesetzten UNIX-Derivat PTX zurechtkommen. Linux zeige in Verbindung mit Multi-Prozessor-Systemen noch Schwächen und wird nicht eingesetzt, so IBM.
Neben der Erweiterung der Linux-kompatiblen Server-Linie kündigte IBM eine Investition von 300 Millionen Dollar in den weltweiten Linux-Support an.
Dieser soll Unterstützung beim Wechsel zu Linux als auch Hilfe beim Einrichten von Linux-Clustern beinhalten. Damit beläuft sich IBMs finanzieller Gesamtaufwand für Linux-Support und Entwicklung auf 1,3 Milliarden USD.
HPs Netserver
Hewlett-Packard kündigt für seine Netserver-Linie die Software
"Enterprise System Management Tools" an, eine Reihe von
Applikationen, die Prozess-Verwaltung und Resourcen-Kontrolle auf
den Systemen erleichtern sollen. Abseits des Server-Marktes wird
Hewlett-Packard für mehr als 40 seiner LaserJet- und Inkjet-Drucker
den Linux-Support erweitern.
Hewlett-Packard unterstützt Linux"Open Source Development Lab" von HP, IBM und Intel
Das im Jänner eröffnete, unabhängige "Open Source Development
Lab" bietet Linux-Entwicklern den Zugang zu Hochleistungs-Hardware
und mehr als fünf Terabyte Speicherplatz. Nicht im Boot sitzen
Microsoft und Sun, die das Open-Source-Betriebssystem bekanntlich
skeptisch beäugen.
IT-Größen eröffnen Linux-Labor
