29.01.2001

ANGST

Bildquelle: ms

Schutzlos Hackern und Crackern ausgeliefert

Ein wirksamer Schutz vor "Hacker-Angriffen" über das Internet ist nach Einschätzung Microsofts "erst in fünf bis zehn Jahren" möglich.

Erst dann werde sich die Infrastruktur des Netzes so verändert haben, dass eine größere Sicherheit gewährleistet werden könne, sagte Microsoft-Vizepräsident Craig Mundie am Montag am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos.

Microsoft war in der vergangenen Woche erneut Opfer einer DoS-Attacke [Denial of Service] geworden. Wegen seiner großen Präsenz im Internet sei Microsoft ein nahe liegendes Ziel, sagte Mundie, der bei Microsoft für Unternehmensstrategie zuständig ist.

Microsoft hatte die Attacke allerdings durch Eigenheiten seiner Serverarchitektur selbst enorm erleichtert.

Last der Geschichte

Momentan könnten sich sowohl Unternehmen als auch Einzelpersonen gegen Angriffe von Hackern nur unzureichend schützen, sagte Mundie weiter.

Die Ursache liege in der Entstehungsgeschichte des Internets, das ursprünglich als ein

relativ überschaubares Netz von Universitäten und Regierungseinrichtungen konzipiert worden sei.

Back-ups

Nach einem Bericht der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal" vom Montag soll nun der Internet-Dienstleister Akamai Technologies helfen, Microsoft-Websites vor weiteren DoS-Angriffen zu schützen.

Akamai solle Back-up-Systeme für die wichtigsten Microsoft-Sites bereithalten, um Ausfälle zu verhindern, berichtete die Zeitung.