Musikindustrie ist für Online-Geschäft bereit
Die Musikindustrie ist bereit für das Geschäft im Internet. Dieses Fazit zog die Direktorin der Musikmesse Midem, Dominique Leguern, zum Abschluss des weltgrößten Branchentreffs.
"Das Musikbusiness weiß jetzt, wie es das Internet nutzen kann, und sieht die Online-Unternehmen als Partner und nicht mehr als Konkurrenten", sagte sie in Cannes.
Dort hatten fünf Tage lang mehr als 10.000 Vertreter aus dem Musik- und Online-Bereich über die Zukunft der Branche diskutiert: Die Aussichten seien sehr gut, meinte Leguern.
Momentan sei man zwar noch davon entfernt, mit Musik im Internet legal Geld zu verdienen, meinten viele Experten. "Aber in zwölf bis 18 Monaten sind erste Gewinne möglich", sagte Jean-Pierre Bommel vom Unternehmen Madge.web, das sich auf das Digitale Rechte-Management [DRM] spezialisiert hat. Viele seiner Kollegen stimmen diesem Zeitplan zu. Die diesjährige Midem zog bei ihrer 35. Auflage etwa 4.500 Unternehmen und Organisationen aus mehr als 90 Ländern an und war damit die größte Messe bisher.
Zukunftsstrategien für digitale MusikÜberall "sichere" Technolgien
Zahlreiche DRM-Firmen stellten auf der Midem Lösungen zur "sicheren" Verbreitung von Musikdateien im Internet vor. "Die Branche hat die Musikpiraterie weitgehend im Griff", meinte Leguern.
Zudem haben die Musikverlage ihre Kräfte gebündelt und vereint ihre Forderung nach einem einfachen und alle Rechte umfassenden globalen Lizenzierungssystem für Musik bekräftigt.
Die Verwertungsgesellschaften haben ihrerseits erste Vereinbarungen hin zu einer weltweiten Kooperation geschlossen.
Midem
